Schlechtes Wetter

Autofreie Aktion „Radel mal im Niestetal“ mit weniger Teilnehmern

In der Gruppe macht Radfahren Spaß: Diese befreundeten Familien starteten in Staufenberg und legten in Uschlag eine Zwischenstation ein, um sich an den Ständen mit Kulinarischem zu stärken. Fotos: Dilling  

Niestetal/Staufenberg/Nieste. Rauer Wind, kühle Temperaturen und ab und an ein Regenschauer: Das schlechte Wetter hat wohl am Wochenende viele Radfahrer von einer Teilnahme an der autofreien Aktion „Radel mal im Niestetal" abgehalten.

Vergangenes Jahr litten die Radfahrer schon unter heftigen Wolkenbrüchen. Diesmal dürfte die damals geschätzte Zahl von gut 1000 Radfahrern auf der 8,5 Kilometer langen Strecke zwischen Niestetal-Heiligenrode und Nieste noch deutlich unterschritten worden sein.

Kurioserweise waren am frühen Mittag anscheinend - verbotenerweise - mehr Motorradfahrer als Radler auf der abgesperrten Strecke unterwegs, die meisten von ihnen aus Holland, da klappte die Absperrung offensichtlich nicht. Helmut Lippert von der Gemeinde Nieste klärte die Zweirad-Touristen und einen polnischen Transporter-Fahrer in freundlichem Ton darüber auf, dass die Straße den Radlern vorbehalten sei. „Traurig, dass die sich nicht an die Regeln halten“, meinte Renate Donner, die mit Ehemann und Enkel schon früh mit dem Rad unterwegs war und sich erschreckte, als die Maschinen sie überholten.

Ansonsten hatten die Helfer in Nieste bis in den Mittag hinein wenig zu tun. Diesmal fehlten dort die üblichen Stände mit Radzubehör, Musik und Kulinarischem. Nur die Familie Götte mit ihren legendären Cocktails hielt die Stellung. Zu den ersten, die davon kosteten, gehörte Christiane Pfurr, die mit Ehemann Christian und Sohn Kevin schon früh unterwegs war. „Es ist gar nicht so kalt, Hauptsache trocken. Wir fahren jedes Jahr“, sagte sie.

Die Familie ließ ihre Radtour in Dalheim ausklingen, wo nach dem Gottesdienst einige Stände mit Spielen und Speisen lockten. Einige Radler besuchten auch die alte Schmiede in Nieste oder stärkten sich beim dortigen Heimat- und Verkehrsverein mit Erbsensuppe und Kuchen.

Am frühen Nachmittag, als es wärmer wurde, waren deutlich mehr Radler und Skater auf der Straße zu sehen. In Dalheim und Uschlag waren die örtlichen Feuerwehren mit Angeboten dabei. In Uschlag verlegte die Kirchengemeinde das Kaffeetrinken wegen des Wetters ins Gemeindehaus. Hartmut Ahlers vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hatte eine Fahrrad-Fontäne aufgebaut. Die relativ schwache Resonanz habe wohl auch mit dem Ferienende zu tun, meinte er. Dennoch wolle man den Termin am ersten September-Wochenende künftig beibehalten.

Von Peter Dilling

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