Parteiloser Alexander Kampe wird von CDU, FDP und Grünen unterstützt

Bürgermeisterwahl in Vellmar: „Schluss mit der Schockstarre“

+
Im Garten entspannen: Als Hobbygärtner arbeitet Alexander Kampe gerne im Freien. Gerade im Frühjahr gebe es viel dort zu tun.

Vellmar. Er will die seit Jahrzehnten andauernde Dominanz der SPD in der Vellmarer Kommunalpolitik brechen. Und dafür sieht der parteilose Bewerber für das Bürgermeisteramt, Alexander Kampe, bei der Wahl am 25. Mai gute Chancen.

„Ich habe in der Bevölkerung eine Wechselstimmung wahrgenommen“, sagt der 49-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der beim Prüfungsamt des Hessischen Rechnungshofes in Kassel arbeitet. Unterstützt wird er von der CDU, den Grünen und der FDP.

Für den aktuellen Befund der Stadtentwicklung in Vellmar, wo er Kindheit und Jugend verbracht und zu dem er immer Kontakt gehalten hat, findet Kampe drastische Worte: „In Vellmar herrscht eine Art Schockstarre.“ Damit müsse endlich Schluss sein. Denn seit dem „letzten Higlight Straßenbahn ist in Vellmar nichts mehr passiert“. Die Rückgabe des Hessentages sei dann das „letzte Fünkchen gewesen, das in mir das Feuer entfacht hat, mich kommunalpolitisch zu engagieren“, begründet er seine Bewerbung. Daher habe er den Kontakt zu den Grünen gesucht und sich als Kandidat ins Spiel gebracht.

Alexander Kampe geht ganz bewusst als Parteiloser ins Rennen. „Denn ich will als Moderator auftreten, als Vermittler zwischen den Bürgern und der Verwaltung“, erläutert er seine Rolle. Denn in der Vergangenheit seien im Vellmarer Rathaus „oft Fragen beantwortet worden, die vom Bürger gar nicht gestellt worden seien. „Als Hobbygärtner werde ich im Frühjahr in meinem Garten Gräben ziehen, in Vellmar will ich sie zuschütten.“

Kampe will für „diese attraktive Stadt“ wieder Entscheidungen treffen, Themen „sachlich auf den Tisch bringen“. Dazu zählten die Haushaltssanierung, die Zukunft der Bürgerhäuser und das Rathaus. „Wir müssen uns die Problemfälle „detailliert anschauen und den Haushalt transparenter machen, um auch Einsparpotenziale zu erkennen“, fordert er.

Dass er das Rüstzeug dafür mitbringt, davon ist er überzeugt. Kenne er sich in seinem Job doch mit Bilanzen und Zahlen aus. Denn was er für seine Behörde prüfe, seien unter anderem Universitäten, die zum Beispiel mit ihren Liegenschaften und ihrem Personalstamm wie „kleine Kommunen funktionieren“.

Dabei findet es Kampe gut, dass es mehrere Kandidaten gibt, die zur Wahl am 25. Mai antreten. Neben ihm sind dies noch SPD-Mann Manfred Ludewig (48) und der unabhängige Bewerber Daniel Lindner (27).

Info: Die HNA veranstaltet am Mittwoch 14. Mai, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Frommershausen einen Lesertreff mit den bislang drei Kandidaten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.