Schmalere Straßen, zwei Kreisel: Verkehrskonzept für Innenstadt überarbeitet

Baunatal. Breite Schneisen, unübersichtliche Einmündungen und eine Innenstadt, die Auswärtige kaum finden - das soll nicht so bleiben in Baunatal. Zur Verbesserung der Situation soll unter anderem ein Verkehrskonzept beitragen, dessen überarbeitete Version nun vorliegt.

Zentrale Vorschläge sind: Es sollten zwei Kreisel geschaffen werden, ferner sollten Heinrich-Nordhoff-Straße, Kirchbaunaer Straße und Friedrich-Ebert-Allee jeweils in beide Richtungen einspurig werden. Zudem solle die trennende Wirkung des Parkplatzes Marktstraße verschwinden, dort ein "Tor zur Innenstadt" entstehen.

Die Planer des Büros SHP Ingenieure (Hannover) gehen bei ihrem Entwurf davon aus, dass die seit langem angekündigten, aber weiterhin nur als Wunsch existierenden Ladengalerien von Procom tatsächlich an Europaplatz und Marktstraße gebaut werden. Aber auch wenn die nicht kommen: Einiges müsse sowieso passieren, das hat Bürgermeister Manfred Schaub mehrfach betont. Er verwies stets auf Aussagen weiterer Experten, die Handlungsbedarf in der City sahen.

Erste Projekte könnten 2012 umgesetzt werden, so schätzt Schaub. Auf jeden Fall werde man "Abschnitte bilden". Das überarbeitete Verkehrskonzept war in der jüngsten Stadtverordnetensitzung verteilt worden. Erörtert werden soll es unter anderem in einer interfraktionellen Sitzung am 27. August. Da werde man auch die weitere Verfahrensweise besprechen, sagt Schaub. Er geht davon aus, dass die Beratungen dann bis Jahresende dauern.

Zu dem Konzept gehören neben schmaleren Straßen Kreisel am Aldi und am Hotel Scirocco im Verlauf der Friedrich-Ebert-Allee. Auch Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer in Form von besseren Wegen werden empfohlen. Und die Fahrbahnen der Innenstadt sollen künftig leichter und sicherer zu überqueren sein. Das werde zu einer Belebung der Innenstadt beitragen, sagen die Planer.

Sie haben in ihre Untersuchung bereits einbezogen, dass an der Ebert-Allee neben der Musikschule ein neues Polizeirevier gebaut wird. Das Gebäude der Ordnungshzüter, deren Umzug für 2013 beabsichtigt ist, soll an den vorgeschlagenen Kreisel am Aldi angebunden werden. Weniger hilfreich finden die Experten die Idee, hier auch die Westpassage mit dem Rewe-Markt anzudocken. Denn die Hauptzufahrt von der Rudolf-Diesel-Straße aus sei "leistungsfähig und zweckmäßig".

Für die ebenfalls unfallträchtige Kreuzung Kirchbaunaer Straße/Theodor-Heuss-Allee/Baunataler Werkstätten gibt es im Fazit der Planer noch keinen Vorschlag.

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