Mehr Geld für Ärzte auf dem Land

Schmidt: Richtiges Signal

Kreis Kassel. Landrat Uwe Schmidt (SPD) begrüßt die Pläne der von CDU und FDP geführten Bundesregierung, finanzielle Anreize für Ärzte zu schaffen, die sich im ländlichen Raum niederlassen wollen. „Das ist das richtige Signal“, sagt Schmidt über das vom Kabinett beschlossene Versorgungsstrukturgesetz.

Viele Gespräche mit niedergelassenen Ärzten in der Region und die Probleme, die Hausärzte bei der Suche nach einem Nachfolger für ihre Praxis haben, hätten ihm gezeigt, dass man allein mit Appellen die Strukturprobleme einer Landarztpraxis nicht lösen könne, so Schmidt weiter.

Eingreifen sehr zu begrüßen

„Das bisherige System führt nicht dazu, dass die medizinische Versorgung in der Fläche auch in zehn Jahren noch funktioniert“, sagt Schmidt. Dass die Bundesregierung hier jetzt steuernd eingreife, sei aus Sicht der ländlichen Flächenkreise „sehr zu begrüßen“. Auch die Möglichkeit, regional über Arzthonorare zu verhandeln, findet die Zustimmung Schmidts.

„Die Voraussetzungen sind nicht überall gleich, und daher ist es nur logisch, dass man den Standortnachteil eines Facharztes für Allgemeinmedizin auf dem Land gegenüber seinem Kollegen im Ballungszentrum auch bei den Honoraren berücksichtigen können muss“, sagt der Landrat.

Allerdings sieht Schmidt noch Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Beratung im Bundestag: Die bürokratischen Vorgaben müssten verändert werden. Bei der medizinischen Versorgung müsse der Patient im Mittelpunkt stehen und nicht das Ausfüllen von Formularen. (hog)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.