Mitarbeiter des Fuldataler Baubetriebshofes erhielten Fahrzeuge und Geräte für den Winterdienst

Für Eis und Schnee gerüstet

Salz und Sole: Beides kann mit dem Kompaktfahrzeug verstreut werden. Über den Einsatz und das Mischverhältnis entscheiden die Fahrer Marc Meyer (links ) und Thomas Lippold während der Fahrt.

Fuldatal. Mit drei Einsätzen wegen überfrierender Nässe hielt sich der Winterdienst in der Gemeinde Fuldatal noch in Grenzen. Und dennoch zeigten sich für die Mitarbeiter des Baubetriebshofes bereits die Vorteile der neuen Fahrzeuge und neuer Ausstattung.

„Der Unimog lässt sich super bedienen“, sagt Mario Setzer, einer der Fahrer des 2013 angeschafften universell einsetzbaren Fahrzeuges. Beste Noten gibt Setzer für die vorhandene Technik und das Handling des Geräts, das im Winterdienst auf den großen Straßen eingesetzt wird.

Gleiches gilt für die beiden ebenfalls neuen Kompaktfahrzeuge der Marke Bonetti, wie deren Fahrer Marc Meyer und Thomas Lippold betonen. Sehr wendig seien diese für den Einsatz auch auf kleineren Straßen. Und auch sie sind auf technisch neuestem Stand, ausgerüstet mit Trichter für Streusalz und zwei Tanks für Sole, also salzhaltiges Wasser. Beides wird bei Eis und Schnee in Kombination auf die Straßen gebracht.

Viele Kommunen mischten die Sole selber, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Fuldatal setze auf eine einfachere und dabei kostenkünstigere Variante. So wird die Sole in transportablen Tanks als Abfallprodukt aus der Therme in Bad Karlshafen geholt.

Kosten sparen und gleichzeitig einen besseren Service anbieten, unter diese Maßgabe standen laut Schreiber die Investitionen in den Baubetriebshof. So sind Unimog und Bonettis geleast, lediglich die Winterdiensausstattung wurde gekauft. Diese dürfte möglicherweise zwei bis drei Fahrzeuggenerationen halten.

Der jeweilige Streuaufsatz für Salz und Sole befindet sich auf Abrollbehältern. Die Umrüstung dauere heute vielleicht fünf Minuten und nichtmehr Stunden wie bisher, sagt Schreiber. So waren die ehemaligen Fahrzeuge durch die Winterdienstaufbauten belegt, auch wenn wie derzeit andere Arbeiten anstanden.

Dank der neuen Fahrzeuge auch mit Feuchtsalz und besserer Streutechnik werde der Winterdienst schneller und effektiver. „Dadurch haben wir in den Räumplan zusätzliche Straßen und Objekte wir Schulen und Kindergärten aufgenommen, sagt Schreiber. „Also mehr Service für die Einwohner.“

Fehlt noch ein neues Salzlager, zumal die alte Holzscheune und ehemalige Raiffeisenhalle abgerissen werden müssen. Mit neuem Silo könne bei Anlieferung und Verteilen auf die Fahrzeuge auf einen Radlader verzichtet werden.

Die Mitarbeiter fühlen sich schon jetzt für einen Winter gerüstet. Aus Erfahrung komme nach 14 Tagen das Wetter in den USA abgemildert hier an, meint Thomas Lippold. Dort herrscht derzeit in weiten Teilen Schneechaos.

Hintergrund

Vorführfahrzeuge auf Zeit gemietet

Die 25 Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Gemeinde Fuldatal kümmern sich unter anderem um den Winterdienst in den sechs Ortsteilen der Kommune. Hierfür stehen jetzt fünf Fahrzeuge zur Verfügung, ein Unimog und zwei Kompaktfahrzeuge für die Straßen (Bonetti) sowie zwei Kleinfahrzeuge für Bürgersteige.

Unimog und Bonetti wurden als Vorführfahrzeuge mit Preisnachlass angeschafft und werden über sechs beziehungsweise sieben Jahre gemietet (Unimog für 1190 Euro im Monat, Bonetti für 1085 Euro im Monat). Gekauft wurde die Winterdienstausstattung. Schild und Streuaufsatz bei den Bonetti für jeweils 30 000 Euro. (mic)

Von Michael Schräer

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