In Vellmars Partnerstadt Zell am See (Salzburger Land) sorgte Winter für Probleme – Auch Freude über weiße Pracht

Schneemenge brachte Räumer ans Limit

Harter Einsatz: Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes von Zell am See an einem durch Schnee umgedrückten Telefonmasten. Foto: privat/nh

Zell am See / Vellmar. „Wir waren am Limit“, sagt Josef Jakober, Stadtamtsleiter im österreichischen Zell am See, gestern am Telefon. Auch in Vellmars Partnerstadt sorgte der massive Schneefall des vergangenen Wochenendes für Probleme.

Die Situation von Freitag bis Montag sei „sehr verschärft“ gewesen. Sukzessiv habe die Stadt sie in den Griff bekommen. Dabei sah man die herunterfallende weiße Pracht „mit einem lachenden und einem weniger lachenden Auge“, sagt der Büroleiter in der Verwaltung der 10 000 Einwohner zählenden Stadt. Die lebe vom Tourismus und brauche den Schnee, um den Besuchern „eine schöne Winterlandschaft“ bieten zu können. „Darum kommen die Leute und nicht für Kunstschneebänder in sonst grüner Umgebung.“

Andererseits sei das Schneeräumen eine wichtige Aufgabe und reiße ein großes Loch in die Stadtkasse. Denn Zell am See habe einen sehr verdichteten Kernbereich mit engen Gassen und Gefällstrecken. Diese Bereiche für den Fahrzeugverkehr und Fußgänger frei zu halten, sei nicht immer einfach.

Mit eigenen Schneepflügen und Schneefräsen seien die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes der Stadt ausgerückt. Für einen kleineren Ortsteil im Süden übernehme der Maschinenring das Räumen. Zum Glück habe es mit Einsetzen des Schneefalls keine „totale Hochsaison“ wie über die Feiertage mehr gegeben. „Dadurch war nicht alles zugeparkt“, kamen die Räumfahrzeuge durch Straßen und auf Parkplätze, sagt Jakober. Der überschüssige Schnee wurde mit eigens angemieteten Frontladern und Lkw in nahe Zwischenlager transportiert. Zum Teil werde der Schnee auch in den See gekippt, um dort zu schmelzen. „Jetzt hat sich die Situation beruhigt. Der nächste Schnee kann kommen“, sagt der Stadtamtsleiter Josef Jakober.

Von Michael Schräer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.