Auf Entdeckertour: 13 Gruppen auf den Spuren der Vellmarer Geschichte

Schnitzeljagd per Satellit

Vor dem Start: StadtjugendpflegerAxel Rose (links) erläutert Markus Pape und Sohn Yannik vor dem Jugend- und Kulturzentrum Piazza die Funktionsweise des GPS-Geräts. Fotos: Ziemann

Vellmar. Schnitzeljagd in Vellmar, hieß am vergangenen Sonntag die Devise für rund 50 Heimatinteressierte. Aufgeteilt in 13 Gruppen, ging es darum, mittels eines Ortungssystems über Satellit -den sogenannten GPS-Geräten - über bestimmte Koordinaten die Geschichte Vellmars zu entdecken und Fragen über die Stadt zu beantworten.

„Mit der Schnitzeljagd lernt man seine Heimat kennen.“

Markus Pape

Auf die zwei Kilometer lange Fußstrecke gingen auch Markus Pape und sein elfjähriger Sohn Yannik. Organisiert hatte die Entdeckertour der Geschichtskreis Vellmar zusammen mit Jugendarbeiter Axel Rose anlässlich der Nordhessischen Entdeckertage.

Um 11.15 Uhr machten sich Vater und Sohn Pape mit ihrem knallgelben GPS-Gerät und einem Fragebogen vom Kulturzentrum Piazza am Festplatz auf. So galt es zum Beispiel, „einen weichen Kindheitsbegleiter“ zu suchen (eine Teddy-Skulptur aus Stein), herauszufinden in welchem Jahr der Ahnepark eröffnet wurde (1986) oder seit wann das Denkmal des Ortsdieners in Obervellmar steht (19. Mai 1990).

Für den elfjährigen Yannik war das alles kein Problem. Er kam toll zurecht mit dem GPS-Gerät, das neben den eingestellten Koordinaten auch die verbleibenden Meter und sogar Minuten bis zum Ziel anzeigte. Der Sechstklässler klapperte begeistert alle Stationen ab, die samt Koordinaten und Fragen auf seinem Zettel standen. Das Ziel der Entdeckertour war das Museum Hof Helse, wo es noch mal eine letzte knifflige Frage zu beantworten gab. Die Lösung fand man auf einem alten Kesselhaken, der früher zur Temperaturregulierung benutzt wurde. „Leg mal einen Zahn zu“, hieß der gesuchte Ausspruch. Denn der Haken war eine Vorrichtung zum Aufhängen des Kessels im offenen Ofen. Er hat Zähne, mit denen die Höhe verstellt und damit die Temperatur geregelt werden konnte.

Für Yannik und seinen Vater Markus Pape hat sich die Tour gelohnt: „Die Schnitzeljagd war sehr abwechsungsreich und hat viel Spaß gemacht“, freute sich der Elfjährige im Ziel. Auch Vater Markus war begeistert: „Eine schöne Tour bei Kaiserwetter, super informativ und interessant“, lobte er. „Dabei lernt man seine Heimatstadt gut kennen.“ Am Ende konnte sich Yannik, der alle seine Fragen richtig beantwortet hatte, als Preis über eine rote Kappe mit Vellmar-Schriftzug freuen.

Die Idee für die Schnitzeljagd bekam Axel Rose beim Studium des Vellmar-Brettspiels. „Ich fand das Beantworten der Fragen auf einem Brettspiel nicht so interessant und dachte, dass es zu Fuß oder mit dem Fahrrad viel mehr Spaß machen würde.“

Glaubt man Markus und Yannik, lag er mit dieser Einschätzung goldrichtig.

Von Theresa Ziemann

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