Mehr Übernachtungen

Campingplatz Bühl ist nach Tiefpunkt wieder im Aufwind

Zeltplatz mit weitem Blick in die Landschaft: Angelika Stangenberg aus Bremen hat drei Tage am Bühl verbracht und dabei unter anderem den Alpenpfad am Dörnberg erwandert. Die Bremerin will wiederkommen. Fotos: Dilling

Ahnatal. Angelika Stangenberg sitzt vor ihrem kleinen Zelt und lässt den Blick über das Ahna-Tal schweifen. „Ein schöner Platz, eine tolle Landschaft“, sagt die Bremerin.

Eigentlich wollte die Sozial- und Naturpädagogin auf ihrer Rückreise von einem Kongress in Karlsruhe nur einmal auf dem Campingplatz Bühl übernachten. Daraus sind jetzt drei Tage geworden. Stangenberg würde noch länger bleiben, wenn sie nicht wieder arbeiten müsste.

„Wir haben es geschafft. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Herbert Dontsch

Immer mehr Touristen entdecken den idyllischen Platz am Bühl. Auch Holländer und Spanier kommen inzwischen, sagt Heinz Sauerwald, Vorsitzender des Campingvereins Bühl, der den Platz von der Gemeinde Ahnatal gepachtet hat. Man verzeichne ein Drittel mehr Übernachtungen als zu den schlechtesten Zeiten des Platzes. „Wir haben es geschafft, wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagt sein Vorstandskollege Herbert Dontsch.

Der Tiefpunkt liegt vier Jahre zurück. Damals stand die Zukunft des Campingplatzes auf der Kippe. Ein Investor stand schon vor der Tür, der große Pläne mit dem Gelände am Naturbadesee hatte, Rodungen inklusive.

Neuer Vorstand

Der Platz sei wegen Vereinsmitgliedern, die lieber feierten, als sich um das Ambiente zu kümmern oder ihre Parzellen nicht mehr bezahlten und verwahrlosen ließen, heruntergekommen, berichtet Sauerwald. Ein neuer Vorstand riss damals das Ruder herum: Die Strom- und Warmwasserversorgung wurden auf Vordermann gebracht, ein schöner Aufenthaltsraum für Kinder geschaffen, Plätze neu gestaltet und das Sanitärhaus ansprechender gestaltet.

Der Biergarten bekam ein freundlicheres Gesicht. Außerdem kümmert sich jetzt eine 400-Euro-Kraft um die Pflege des Platzes und den Kiosk.

Die Gemeinde habe mit dem Verein Ende 2012 den Pachtvertrag um weitere fünf Jahre verlängert, berichtet Sauerwald. Bürgermeister Michael Aufenanger unterstütze den Verein sehr. Der Vorsitzende hofft, dass die Gemeinde noch im Herbst die mit Schlaglöchern übersäte Zufahrtsstraße zum Campingplatz saniert. Dafür stünden 54 000 Euro zur Verfügung.

Dontsch freut sich, dass der Platz auch wieder junge Familien zu seinen Gästen zählt. Daneben übernachteten dort auch Monteure, die in Kassel für eine Weile arbeiten. Der Mietwohnwagen des Platzes werde gut angenommen, sagt Sauerwald. . (pdi)

Von Peter Dilling

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