Juroren bewerten Stein- und Heidegärten für Blumenschmuck-Wettbewerb

Die schönste Blüte punktet

Rosa Pracht in voller Blüte: Dieser Garten mit Heidekraut wurde in den vergangenen Jahren beim Blumenschmuck-Wettbewerb bereits mehrfach ausgezeichnet. Fotos: Habich

Vellmar. Schon der erste Garten, den sich die Jury ansieht, ist eine echte Pracht: Eine rosa Hügellandschaft aus voll erblühtem Heidekraut. Sie sticht deutlich heraus zwischen den anderen Gärten der Straße, von denen die meisten noch eher winterkarg aussehen. Die zwei Nachbarn, die die Fläche gemeinsam pflegen, wurden deshalb schon mehrfach ausgezeichnet beim Blumenschmuck-Wettbewerb der Stadt Vellmar.

„Mit dem Wettbewerb sollen Bürger belohnt werden, deren Gärten das Stadtbild bereichern,“ sagt Hans-Friedrich Werner, Landschaftsarchitekt und Vorsitzender der Jury. Neben Werner bewerten je drei Mitglieder der Gartenbauvereine Obervellmar und Niedervellmar „Stein- und Heidegärten“ in der Frühjahrsdisziplin. Neun Bewerber gibt es in diesem Jahr. Wenn im Juli oder August die Sommergärten ausgezeichnet werden, werden es deutlich mehr sein. Ende des Jahres gibt es dann Preise für die schönsten Frühjahrs- und Sommergärten.

Im nächsten Garten sind die Heidekrautbüschel vertrocknet, dafür sprießen dort Krokusse, ein Miniteich ist angelegt. Jurorin Irmgard Heidenreich erklärt, worauf es ihr bei der Bewertung ankommt. „Wir vergeben Punkte für Blüte und Farbe der Pflanzen, aber auch dafür, wie das Gesamtbild harmoniert.“ Wichtig sei auch, wie gepflegt ein Garten sei. „Es darf nicht sein, dass dort Disteln und Löwenzahn sprießen.“ Irmgard Heidenreich ist seit sieben Jahren in der Jury und sie ist Mitglied im Gartenbauverein Niedervellmar. Dort gibt es regelmäßig Fachvorträge über die richtige Bepflanzung von Gärten und Ausflüge, wie zum Botanischen Garten in Kassel. Die Jurorin bedauert, dass nicht mehr Menschen an dem Wettbewerb teilnehmen. „Einige werden alt, dann ist die Gartenpflege zu anstrengend.“ Hans-Friedrich Werner will Vellmarer ermutigen, sich zu bewerben. „Viele haben sehr schöne Gärten, nehmen aber nicht teil, weil sie keine Aufmerksamkeit wollen.“

Von Irene Habich

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