Startschuss für Erschließung in Nieste

Baugebiet Valtensbreite: Schon im Sommer wird gebaut

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Der Bagger gräbt sich in den Acker: Am Donnerstag startete die Erschließung des Baugebiets Valtensbreite (Bild) mit leichter Verzögerung. Der Baggerführer steckte wegen eines Verkehrsunfalls auf der B7 bei Waldkappel im Stau fest. Im Hintergrund sind die Häuser des benachbarten Baugebiets „Über dem Krughofe“ zu sehen.

Nieste. Das nur knapp 2000 Einwohner zählende Nieste könnte schon in absehbarer Zeit mehr als zehn Prozent Bevölkerungszuwachs erhalten: Am heutigen Donnerstag fiel der Startschuss für die Erschließung des Baugebiets Valtensbreite zwischen Birkenweg und Kaufunger Straße.

Wenn alle 58 Parzellen bebaut sind, könnten dort rund 240 Neubürger wohnen. Noch im Sommer dürften hier die ersten Häuser hochgezogen werden.

Für alle „Sahnestücke“ im oberen Teil der Hangfläche mit freiem Blick auf den Wald haben sich Bauinteressenten vormerken lassen. Insgesamt gebe es schon rund 20 Bauwillige, sagte Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Zusammen mit Vertretern der Firma Küllmer, die mit den Erschließungsarbeiten beauftragt ist, und der Hessischen Landesentwicklungsgesellschaft HLG, die die Vermarktung übernimmt, setzte er die symbolischen ersten Spatenstiche. Die ersten Kaufverträge sollen bei der Baumesse am 27. und 28. April auf der Königsalm unterschrieben werden.

Der Start der Erschließung habe sich wegen des kalten Wetters um vier Wochen verzögert, sagte Bauingenieur Michael Lorenz. Man hoffe dennoch, die Erschließung bis August zu schaffen. Vorhandene Straßen müssen dafür nicht aufgerissen werden, da die Hauptleitungen dort schon vor zwei Jahren verlegt wurden. Die Parzellen von 400 bis 800 Quadratmeter Fläche, die 80 und 90 Euro pro Quadratmeter kosten werden, erhalten zunächst einen Standardzugang mit Kupferkabel für das Internet. Möglich ist auch ein schneller LTE-Mobilfunkanschluss. Außerdem werden Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt.

Bei den Investitionskosten hofft die Gemeinde noch, viel Geld sparen zu können. Normalerweise müsse Nieste wegen des mit der Erschließung verbundenen Eingriffs in Natur und Landschaft 70.000 Euro als finanziellen Ausgleich auf ein so genanntes Öko-Konto bei der Naturschutzbehörde zahlen, sagte Paul. Er sei aber mit dem Regierungspräsidium im Gespräch, diese Zahlung durch das Anlegen eines Eisvogelteichs in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst und den Städtischen Werken sowie durch Baumpflanzungen abzuwenden. Die Öko-Kosten für Nieste will Paul so auf 10.000 Euro reduzieren. (pdi)

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