Wilhelm Henkel bei Fest zu seinem 80. Geburtstag gestorben – Trauerfeier am Montag

Schreiner mit Leib und Seele

Wilhelm Henkel Archivfoto: nh

Lohfelden. Der Schreinerei-Besitzer Wilhelm Henkel aus Lohfelden ist am Sonntag im Alter von 80 Jahren völlig überraschend gestorben.

Noch am Samstagmorgen hatte Wilhelm Henkel im Kreise seiner Familie zusammen mit alten Schulfreunden und Geschäftspartnern in seiner Schreinerei an der Otto-Hahn-Straße 24 seinen 80. Geburtstag gefeiert, als er plötzlich tot zusammenbrach. Ein Notarzt konnte ihn kurz zurück ins Leben holen, doch in der Nacht zum Sonntag schloss Wilhelm Henkel im Krankenhaus für immer die Augen.

Es war ein Schock für die Familie, insbesondere für Gisela Henkel (geborene Weinreich), die nach 55 Ehejahren ihren Mann verlor.

Wilhelm Henkel war Schreiner mit Leib und Seele. „Er wollte etwas aufbauen für die Familie“, sagt sein Sohn Peter. Wilhelm Henkels Lebenswerk war seine Schreinerei, die er aus kleinsten Anfängen im eigenen Keller zu einem der größten Unternehmen in der Region aufgebaut hat. Bis zum Alter von 70 Jahren arbeitete er in seinem Betrieb mit. Und auch danach war er immer vor Ort, wenn Not am Mann war.

Heute hat die Firma 20 Beschäftigte. Beim Bau von Fenstern, Haustüren, Fassaden, Rollläden und Jalousien hat sie in der Region einen Namen. An vielen Großbaustellen ist sie aktiv. Qualität war ihm wichtig, der Maschinenpark ist auf dem neuesten Stand.

Wilhelm Henkel wurde am 22. Januar 1931 in Lohfelden geboren. Er absolvierte eine Lehre bei einem örtlichen Schreiner. Danach arbeitete er bei verschiedenen Firmen als Schreiner, zuletzt bei der Firma Kegel + Hetzler in Kassel. 1957 wagte Wilhelm Henkel den Sprung in die Selbstständigkeit; an seinem Wohnsitz in der Wehrbreite in Kassel-Bettenhausen gründete er eine eigene Schreinerei. Die Werkstatt wurde ständig vergrößert, immer wieder baute er an.

1995 erwarb Henkel schließlich das Grundstück an der Otto-Hahn-Straße im Gewerbegebiet Lohfelden. Nach Fertigstellung des neuen Firmengebäudes gründete er 1996 die Firma Henkel & Söhne GmbH. Sie wird nun von den beiden Söhnen Peter und Knut fortgeführt.

Die Trauerfeier findet am Montag, 31. Januar, ab 11 Uhr in der Kapelle des Hauptfriedhofs Lohfelden statt. (hog)

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