Noch nicht abgeschleppt

Schrottauto an der A7: Besitzer ist abgetaucht

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Wrack zurückgelassen: Der blaue Corsa steht noch immer an der A 7. Archivfoto: Wohlgehagen

Lohfelden/Kassel. Jetzt kommt Licht ins Dunkel um das auf der Autobahn 7 bei Lohfelden abgestellte Schrottauto: Der demolierte Opel Corsa gehört einem 18 Jahre alten Georgier.

Wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Montag auf HNA-Anfrage erklärte, hatte der junge Mann, der im Raum Leipzig wohnt, den blauen Kleinwagen für 150 Euro erstanden und war mit ihm in der Lärmschutz-Baustelle verunglückt.

Mit im Auto: drei weitere Georgier. Verletzt wurde bei dem Unfall, der sich bereits in der Nacht zum 26. Juni ereignete, niemand. Dem Georgier sei erlaubt worden, den schrottreifen Corsa (Schaden: 2200 Euro) in dem für die Bauarbeiten gesperrten Teil der Nordfahrbahn stehen zu lassen, „mit der Auflage, ihn schnellstmöglichst zu entsorgen“ (Jungnitsch).

Das Entgegenkommen, das dem Autobesitzer die sonst sofort fälligen Kosten für das Abschleppen des Wagens von der Autobahn ersparte, wurde bislang aber nicht durch Wohlverhalten des Betroffenen honoriert. Laut Polizeisprecher Jungnitsch hat der Mann das Auto noch nicht beseitigt, am Telefon lasse er sich verleugnen. Inzwischen hat der Georgier ein Einschreiben der Straßenmeisterei erhalten. Inhalt: die erneute Aufforderung, das Wrack zu beseitigen.

Man habe das Auto bislang nicht abschleppen lassen, da von ihm keine akute Gefahr ausgehe. Reagiert der Georgier nicht, wird die Gemeinde Lohfelden in der Sache ermitteln: wegen illegaler Abfallentsorgung.

Von Peter Ketteritzsch

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