5000-Seelen-Ort Espenau: Gleich vier neue Fördervereine und Förderkreise in nur einem Jahr

Schub für das Gemeindeleben

Mönchshaus: Ziel des neuen Vereins ist es, das älteste Gebäude Espenaus im Ortsteil Mönchehof zu erhalten. Zurzeit ist das Haus eingerüstet, die Arbeiten haben aber noch nicht begonnen. Foto: Habich

Espenau. Beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr kam der Espenauer Bürgermeister Michael Wielert (SPD) beinahe in Schwierigkeiten. Während es normalerweise schwer war, alle Stände zu besetzen, war die Nachfrage plötzlich groß. Der Grund: In der Gemeinde haben sich allein im Jahr 2010 zwei neue Fördervereine und zwei Förderkreise gegründet, ein weiterer, schon bestehender Verein ist zugezogen. Insgesamt 42 Vereine gibt es nun in Espenau, das gerade mal 5000 Einwohner zählt. Wielert freut sich über den sprunghaften Zuwachs, den es in den vergangenen Jahren so noch nie gab: „Das ist sehr gut für unser Gemeindeleben.“

Mönchshaus

Seit Juni 2010 gibt es den Verein für Denkmalpflege Mönchshaus. Der Förderverein soll zum Eigentümer des Mönchshauses in Mönchehof werden und will dieses instand setzen. Das älteste Haus des Ortes soll zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstanden sein, als Mönchehof noch Außenstelle des Zisterzienserklosters Hardehausen war. Der Bau diente damals als Herrenhaus. 70 000 Euro stehen zur Verfügung, um in einem ersten Schritt die Bausubstanz zu sichern. Davon stammen 40 000 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege, 20 000 Euro von der Gemeinde Espenau. Die restlichen 10 000 Euro setzen sich aus Mitteln des Landkreises Kassel und Einzelbeträgen zusammen. Um die Arbeiten fortsetzen zu können, werden neue Fördermitglieder gesucht.

Schäferberg

Der Förderverein Schäferberg wurde im April 2010 gegründet. Ziel des Vereins ist es, das Ortsbild zu verschönern, historische Bauwerke zu erhalten und die Lebensqualität in Schäferberg zu verbessern. So sollen Sitzbänke aufgestellt, historische Hinweisschilder angebracht werden. Im vergangenen Jahr hat der Förderverein das Schäferberger Kartoffelfest ausgerichtet.

Kapelle

Seit April 2010 kümmert sich ein Förderkreis um die Renovierung der Kapelle Schäferberg. Das Gebäude diente im Zweiten Weltkrieg dem Henschel-Lager für Zwangsarbeiter als Waschbaracke. Da die Kapelle ökumenisch genutzt wird, sind im Beirat der evangelische und der katholische Pfarrer vertreten.

Kirche

Dem barrierefreien Zugang zur Kirche in Hohenkirchen will sich ein Förderkreis widmen. Ziel ist es, älteren Menschen den Besuch der Gottesdienste zu erleichtern. Spenden im vierstelligen Bereich wurden dafür bereits gesammelt. Auch der Innenraum hat eine Renovierung dringend nötig.

Modellbau

Die Modellbaugruppe Vellmar trifft sich seit dem vergangenen Jahr im ehemaligen „Sängerloch“ in Espenau, das der Verein als neues Vereinsheim erworben hat. Dort bastelt die Gruppe unter anderem Modellschiffe, Modellflugzeuge und Autos.

Von Irene Habich

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