Workshop der Stiftung Lesen an Ahnatal-Schule Vellmar – 24 Jugendliche nahmen teil

Schüler mit Freude am Lesen

Buchtitel erfinden: 24 Jugendliche der Ahnatal-Schule Vellmar und der Christine-Brückner-Schule Bad Emstal nahmen am Workshop Lesescouts teil, den Birgit Ruwe (vorn links stehend) von der Stiftung Lesen anbot. Mit Eifer dabei auch Tatjana (vorn links) und Ruth (vorn rechts). Foto: Schilling

Vellmar. „Könnt ihr euch vorstellen, welche Geschichte hinter diesem Cover steckt?“ Birgit Ruwe, Referentin der Stiftung Lesen, hält ein Bild in der Hand. Darauf ist ein großes, altes Segelschiff zu sehen, das im Watt gestrandet ist. Eine fahle Mondsichel steht am Himmel und zwei Kinder nähern sich dem Schiff.

„Das könnte ein Geisterschiff sein.“ „Bestimmt ist es eine spannende Geschichte.“ „Die beiden Kinder entdecken vielleicht ein Geheimnis“, melden sich Schüler zu Wort. Die Aufgabe, vom Cover auf den Inhalt eines Buches zu schließen, war Teil des Basis-Workshops „Lesescouts“, der jetzt an der Ahnatal-Schule Vellmar stattgefunden hat.

„Die Jugendlichen sollen ihre eigene Begeisterung für das Lesen an andere, jüngere Schüler weitergeben“, beschreibt Birgit Ruwe die Idee, die hinter dem Projekt steckt. Um die Jugendlichen dabei zu unterstützen, stellte ihnen Ruwe neue Jugendbücher sowie Spiele vor, die den Spaß am Lesen wecken sollen.

Lesescouts ist ein Projekt der Stiftung Lesen, das vom Hessischen Kultusministerium gefördert wird. Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos. Das Angebot richtet sich an Schüler der Klassen sieben bis zehn. In der Regel findet das dreistündige Seminar für jeweils zwei bis drei Schulen gemeinsam statt. In Vellmar nahmen 24 Jugendliche an der Aktion teil, mit dabei waren auch Schüler der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal.

„Ich lese gern und war neugierig, was hier gemacht wird“, sagte Leonie auf die Frage, warum sie sich zu dem Workshop angemeldet hat. Christina hat es gefallen, „dass wir viele Spiele gemacht haben und neue Bücher besser kennenlernen konnten.“ Und so nahmen die Schüler auch den einen oder anderen Lesetipp mit nach Hause. Für Lehrerin Dilara Aydin ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung. „Es war gut, Bücher vorzustellen. Vielen Jugendlichen ist gar nicht immer klar, dass da Themen angesprochen werden, die sie betreffen.“

Den neuen Büchern näherten sich die Teilnehmer spielerisch. Dabei lernten sie Methoden kennen, wie sie ihren Mitschülern die Freude am Lesen vermitteln können. Sei es mit Hilfe von Spielen wie „Titel gesucht“, einer Bücherrallye, Vorlesestunden oder besonderen Aktionen wie zum Beispiel einer langen Lesenacht.

„Ich hab einiges gelernt. Man bekommt einen besseren Einblick in die Aufgaben als Lesescout. Und wir wissen jetzt, was wir alles machen können“, sagte Phillip am Seminarende. Tom ergänzt: „Wir sollen Vermittler des Projekts Lesescout werden.“

Von Meike Schilling

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