Tischtennisclub Elgershausen arbeitet seit zwölf Jahren mit Grundschule zusammen

Schüler lieben die Platte

Freuen sich über die neue Tischtennisplatte auf dem Schulhof: Ralf Bialluch (Förderverein der Grundschule Elgershausen, von links), Guido Oliv (Vereinsvorsitzender des Tischtennis Club Elgershausen), Jens Ginsberg (FibaK – Feiern ist besser als Krieg) und alle tischtennisbegeisterten Grundschüler. Foto: Uminski

schauenburg. Bereits seit zwölf Jahren spielen die Elgershäuser Grundschüler in ihrer Schule Tischtennis in einer Arbeitsgemeinschaft. Die Kooperation zwischen dem Tischtennisclub Elgershausen (TTC) und der Grundschule entstand 2003, als der Verein junge Spieler für die Sportart gewinnen wollte.

Das geht aber nur, wenn das Sportangebot direkt nach der Schule anschließt - für viele Trainer aus dem Elgershäuser Verein, die Vollzeit berufstätig sind, ist das nicht möglich. Trainiert werden die Grundschüler daher ein Mal in der Woche von einem professionellen Trainer in der Sporthalle der Grundschule.

Zu wenig Mädchen

Dass der Tischtenniskurs schon so lange existiert zeigt, dass dieses Angebot von den Grundschülern sehr gut angenommen wird. Schade sei nur, dass in dieser Sportart zu wenige Mädchen vertreten seien, sagt Guido Oliv, Trainer und Vorsitzender des TTC. „Dabei geht es im Tischtennis sehr fair zu.“ Außerdem müsse es nicht immer nur Fußball sein, so der Trainer. „Tischtennis ist eine komplexe Sportart, für die man vor allem Koordination und Konzentrationsfähigkeit braucht.“

„Mit den Sechsjährigen beginnen wir mit einfachen Spielen, um diese an den Ball zu gewöhnen.“

Guido Oliv, Vorsitzender des TTC

Insbesondere motorische Defizite lassen sich so positiv beeinflussen, so Oliv. Dabei gehe es nicht darum, die Kinder gleich mit Schläger und Ball vor die Tischtennisplatte zu stellen, so der Elgershäuser. „Mit den Sechsjährigen beginnen wir mit einfachen Spielen, um diese an den Ball zu gewöhnen“, sagt der 46-Jährige.

Für Tischtennis brauche man ein gutes Ballgefühl, Koordination, Konzentration und Schnelligkeit, betont Vladimir Kaprov, Trainer der Tischtennis-AG. „Tischtennis ist die schnellste Sportart der Welt“, sagt der Trainer, der bereits die russische Nationalmannschaft trainiert hat.

Dass die noch eher unpopuläre Sportart bei den Grundschülern sehr gut ankommt, zeigt deren Begeisterung für Tischtennis. „Mir macht es Spaß, wenn wir die Rück- und Vorhand trainieren“, sagt die achtjährige Marlene, die schon seit einem Jahr in der AG der Grundschule spielt.

Man müsse vor allem darauf achten, dass man schnell reagiert, wenn der Ball kommt, und die Tischtennisplatte nicht berührt, so die Grundschülerin. Spaß im Tischtenniskurs der Schule hat auch der siebenjährige Artur. „Man lernt das Gleichgewicht zu halten, das Hin- und Hertippen und findet hier neue Freunde.“

Die siebenjährige Mina spielt schon seit zwei Jahren Tischtennis und findet nur schwer Worte für ihr großes Interesse an der Sportart. „Ich kann nicht genau erklären, warum ich das mache - es macht einfach Spaß.“

Seit einer Woche schmückt eine neue Tischtennisplatte den Schulhof der Elgershäuser Grundschule. „Ich freue mich, dass das Angebot der Pausenspielgeräte erweitert werden konnte“, betont Schulleiterin Annette Diethold-Kleim. Möglich gemacht hat diese Anschaffung der Tischtennisclub Elgershausen (TTC), die FibaK (Feiern ist besser als Krieg) und der Förderverein der Schule.

„Die Tischtennisplatte wird in den Pausen von den Schülern begeistert angenommen“, sagt die Schulleiterin.

Von Johanna Uminski

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