Söhreschule in Lohfelden begann Partnerschaft mit tschechischer Mittelschule

Schüler reisten aus Trutnov an

Einblick in die Notversorgung: Krankenpflegeschüler am Klinikum Kassel zeigten Schülern und Lehrern der „Mittelschule für Krankenschwestern“ aus Trutnov/Tschechien den Schockraum der Zentralen Notaufnahme. Unser Foto zeigt (von links) Lehrer Tomas Dytrych aus Trutnov, Dominik Petzschke, Yvonne Martin, die Gäste Barbara Adamkova (liegend) und Marek Klepesta sowie den Fördervereinsvorsitzenden Klaus Offenhammer. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden/Kassel. Ein Besuch im Klinikum Kassel war der Höhepunkt im Besuchsprogramm von Schülern der „Mittelschule für Krankenschwestern“ aus dem tschechischen Trutnov in Lohfelden. Die 18 Mädchen und Jungen aus der Partnerstadt am Riesengebirge waren eine Woche an der Söhreschule zu Gast und erwiderten damit einen Besuch von Schülern des 9. Jahrgangs in Trutnov.

Am Klinikum stellte Ausbildungschef Volker Pape das größte kommunale Krankenhaus in Hessen und seine schulischen Einrichtungen vor. Die Besucher aus Tschechien erfuhren, dass jährlich bis zu 200 junge Menschen am Klinikum Kassel zu Gesundheits- und Krankenpflegern, Hebammen oder operationstechnischen Assistenten ausgebildet werden. Die meisten würden danach in ein Arbeitsverhältnis übernommen, sagte Pape.

In fünf Jahren einheitlich

Das sei in Tschechien anders, sagte Lehrer Tomas Dytrych. Die Ausbildung erfolge nicht an Krankenhäusern, und nach dem Besuch der höheren Fachschule gestalte sich der berufliche Anschluss oft schwierig. „In fünf Jahren wird die Ausbildung überall in Europa einheitlich sein“, sagte Volker Pape voraus. Die jungen Gäste aus Tschechien, die auf einem ausführlichen Rundgang durch das Klinikum von deutschen Krankenpflege-Schülern geführt wurden, waren von der Ausstattung des deutschen Krankenhauses beeindruckt.

„Mir gefällt die Spezialisierung dieser hochmodernen Klinik“, sagte Schüler Marek Klepesta, der sich nach dem Schockraum in der Zentralen Notaufnahme auch die Neurologie, Neurochirurgie und Onkologie des Kasseler Klinikums ansehen konnte. Am Abend wurden die tschechischen Gäste in Lohfelden von der Söhreschule und den gastgebenden Familien verabschiedet. Der Besuch sei dank der Mitwirkung von Lehrerin Uschi Olbert und des Fördervereinsvorsitzenden Klaus Offenhammer perfekt gelaufen, sagte Schulleiter Klaus Michel. Man wolle „gemeinsam weiter daran arbeiten, den europäischen Gedanken zu verwirklichen“, fügte der Pädagoge hinzu. Die Kollegen Petra Rihova und Tomas Dytrych aus Trutnov dankten für die herzliche Aufnahme. (ppw)

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