In einem Projekt beschäftigte sich die Erich-Kästner-Schule mit der Judenverfolgung

Schüler spendeten Stein

Sie rücken die Verfolgung durch die Nazis in den Blick: Die Schüler der Baunataler Erich-Kästner-Schule. An der Straße „Die Freiheit“ verlegten sie einen Stolperstein. Foto: Oschmann

Baunatal/Kassel. Glück in den verschiedenen Religionen - damit starteten die Schüler des Kurses „Darstellendes Spiel“ der Jahrgangsstufe 10 der Erich-Kästner-Schule ihr Projekt. Dabei erkannten sie, dass Menschen, in diesem Fall Juden, viel Leid und Unglück angetan werden kann, gerade weil sie einer bestimmten Religion angehören.

Über Literatur, Theaterbesuch, in Gesprächen mit dem Verein Stolperstein in Kassel, in Diskussionen beschäftigten sich die jungen Leute, zusammen mit Lehrerin Petra Kartschall, mit der Judenverfolgung im Dritten Reich und starteten dann selbst eine Recherche zu zehn Ermordeten, für die zum Gedenken in Kassel Stolpersteine verlegt werden.

Szenische Lesung

In einer eindrucksvollen szenischen Lesung präsentierten die Schüler dann die zehn Lebensläufe im Rahmen des Trialog-Abends in der Schule.

Hintergrund dafür: Die Erich-Kästner-Schule hatte am Bundeswettbewerb Trialog der Kulturen der Quandt-Stiftung teilgenommen, erreichte den den ersten Platz der Landeswertung und wurde mit 9000 Euro belohnt.

Die Schüler wollten jedoch zum Abschluss ihres Projekts noch ein Zeichen setzen. Über zwei Basare kamen 120 Euro zusammen. Mit diesem Geld finanzierten sie nun einen der beiden Stolpersteine, die jetzt für Martha Wurr und ihren Sohn Helmut in Kassls Innenstadt an der Straße Die Freiheit verlegt wurden. Schülerin Elena Nickel trug dazu ein bewegendes Gedicht vor.

Von Sabine Oschmann

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