Behörde: Eltern werden ab 22. Mai über die Verteilung der Kinder auf weiterführende Schulen informiert

175 Schüler wollen in die Stadt

Setzt weiter auf das Abitur nach zwölf Jahren: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule ist ein Gymnasium des Landkreises, das seinen Sitz im Kasseler Stadtteil Oberzwehren hat. Archivfoto: Herzog

Kreis Kassel. 175 Kinder aus dem Landkreis wollen auf eine weiterführende Schule in Kassel wechseln, 262 Stadtkinder auf eine Schule des Landkreises. Das Staatliche Schulamt sorgt für die Verteilung der Plätze.

Welches Kind am Ende auf welche Schule gehen wird, geben das Schulamt und die einzelnen Schulen von Dienstag, 22. Mai, an bis Ende Juni in Briefen an die Eltern bekannt.

„Wir hatten rund 250 Anmeldungen“, erklärt Schulleiter Wolfgang Hartwig von der Ahnatal-Schule in Vellmar. „34 Kinder mussten auf andere Schulen umgelenkt werden.“ Da seien mehr als bei jeder anderen Schule. Auch der Zulauf aus Kassel sei groß gewesen. „Seit fünf Jahren sind wir nun achtzügig“, fügt er hinzu. Im neuen Jahrgang gibt es also acht Parallelklassen.

Keine Abbrecher

„Wir haben viel getan, um unsere Schule attraktiv zu machen“, sagt Walter Kayser, Leiter der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal. „In diesem Jahr hatten wir keine Abbrecher, jeder einzelne Absolvent hat eine Ausbildung begonnen oder ist auf eine weiterführende Schule gewechselt“, erklärt er. „Sowohl im Gymnasialzweig als auch in der Förderstufe haben wir nun drei Klassenzüge.“

„Wir haben stabile Zahlen und starten fünfzügig“, sagt Schulleiterin Christine Saure von der Gesamtschule Fuldatal. Das Einzugsgebiet der Schule reiche bis nach Südniedersachsen, erklärt sie. „Zuerst kommen die Schüler aus Fuldatal, dann die aus Kassel. Die übrigen Plätze werden aus Niedersachsen besetzt.“

„Die Entwicklung in Baunatal ist nicht einfach“, teilt Schulleiter Dieter Ernst von der Erich-Kästner-Schule mit. Zwar gebe es in diesem Jahr 71 Anmeldungen, Ziel sei aber ein vierzügiger Jahrgang.

Die Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal ist eine integrierte Gesamtschule. „Wir haben unsere Zahlen gehalten. Erfreulich ist, dass wir insbesondere Kinder aus Niestetal bekommen“, sagt Schulleiterin Ana Viehmann. Trotz des Rückgangs bei der Anzahl der Schüler habe man fünf Klassen im Jahrgang. „Unsere Situation ist besser als zum Beispiel an den Kasseler Gymnasien“, erklärt Karsten Emrich, Stufenleiter für die Klassen fünf und sechs an der Gesamtschule Kaufungen. Trotz insgesamt rückläufiger Schülerzahlen seien die Einwahlzahlen konstant.

Mehr im Gymnasialzweig

Klaus Michel, kommissarischer Leiter der Söhre-Schule in Lohfelden, ist sehr zufrieden: „Wir haben zehn Schüler mehr im Gymnasialzweig, in der Förderstufe haben wir die Zahl gehalten.“ Die gute Arbeit der Schule spreche sich in dem kleinen Einzugsgebiet herum. Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule im Kasseler Stadtteil Oberzwehren ist ein Gymnasium des Landkreises. „Gegen den Trend setzen wir weiter auf G8“, erklärt Schulleiter Helmut Dörr. Zehn bis 13 Prozent mehr Schüler würden die Schule anwählen, als sie aufnehmen könne. Er sei dankbar, dass die Eltern sich über die Angebote und Aktivitäten der Schulen informierten und die Anstrengungen seiner Schule würdigten, sagt Dörr. DAS SAGT :::

Von Patrick Kessler

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