Die Gemeinde Fuldatal rutscht mit dem Haushalt 2011 weiter in die roten Zahlen

Schuldenstand: 29,5 Mio. Euro

Fuldatal. Die finanzielle Situation der Gemeinde Fuldatal verschärft sich weiter. Die roten Zahlen erhöhen sich 2011 um Millionenbeträge. Das geht aus dem Entwurf zum Haushalt hervor, den Bürgermeisterin Anne Werderich am Mittwochabend dem Parlament vorstellte.

Im Ergebnishaushalt, also dem laufenden Betrieb, weist der Entwurf der Verwaltung ein Defizit von 2,77 Millionen Euro aus. Und im Finanzhaushalt mit den Investitionen wird eine Neuverschuldung in Höhe von 4,2 Millionen Euro ausgewiesen. Dadurch summieren sich die Schulden der Kommune auf 29,5 Millionen Euro.

Im Ergebnishaushalt kommt das Defizit zustande, weil den Erträgen von 15,9 Millionen Euro Aufwendungen von 18,7 Millionen Euro entgegenstehen. Haupteinnahmequellen sind zum Beispiel der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in Höhe von 4,11 Millionen Euro, 110 000 Euro mehr als 2010. Der Ansatz an Gewerbesteuer bleibt auf dem Stand von 2010 mit 1,8 Millionen Euro.

Bei den Aufwendungen gehören zu den großen Posten die Sach- und Dienstleistungen (3,5 Millionen Euro), die Kreis- und Schulumlage (5,4 Millionen Euro) und Personalkosten (5,79 Millionen Euro). Aber auch Defizite zum Beispiel im Bestattungswesen müssen ausgeglichen werden in Höhe von 235 039 Euro. Und der Zuschuss zum Waldschwimmbad wird mit 430 612 Euro veranschlagt.

Niemand bestreite, dass gespart werden müsse, sagte die Bürgermeisterin. „Aber das Leben in den Gemeinden kann und darf nicht darunter leiden, dass nur noch die Pflicht gefragt ist und das soziale Gemeinschaftsleben völlig zum Erliegen kommt.“ So verwies Werderich darauf, dass den Kommunen immer mehr staatliche Aufgaben aufgebürdet, die finanziellen Mittel aber verweigert werden. So treffe auf viele Kommunen und auch Fuldatal Folgendes zu: „Selbst wenn wir alle freiwilligen Leistungen streichen würden, könnten wir unseren Haushalt nicht mehr ausgleichen.“ Daher müsse sich etwas ändern in der Verteilung der Gelder von oben nach unten, sagte Weiderich. (mic)

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