Sonderausstellung des Geschichts- und Museumsverein in Simmershausen

Schule von anno dazumal

Wie damals: In einem früheren Klassenraum der Simmershäuser Schule, dem Haus der Vereine, zeigt Volker Luckhard, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins, an der alten Landkarte auf den Ort Simmershausen. Luckhard hatte hier erstmals als Lehrer unterrichtet. Fotos: Hobein

Fuldatal. Die Schule von anno dazumal wird bei einer Sonderausstellung „Schule - Rückblick und Erinnerung“ des Geschichts- und Museumsvereins Fuldatal lebendig. Eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Sonntag, 20. November, um 15 Uhr im Haus der Vereine in Simmershausen. Sie ist bis 18 Uhr geöffnet.

„Wir wollen die Fuldataler an ihre Schulzeit erinnern“, sagt Vereinsvorsitzender Volker Luckhard, der zusammen mit seinem Museumsteam in der ehemaligen Simmershäuser Schule einen früheren Schulraum als Klassenzimmer hergerichtet und schulischen Alltag aus früheren Jahrzehnten nachgestellt hat. Dankbar ist das Team, dass die Gemeinde die Räume für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hat.

Schon im Flur des alten Schulhauses werden die Besucher mit Bildern auf das schulische Leben von früher eingestimmt. Das Klassenzimmer ist mit alten Bänken aus verschiedenen Zeiten und mit Schulutensilien von der Zuckertüte bis hin zu Schulwandbildern mit geschichtlichen und erläuternden Darstellungen ausgestattet.

„Dies war früher der einzige Schmuck in der Schulklasse“, erläutert Luckhard die Ausstattung des Klassenraumes, in dem er als Lehrer am 29. Mai 1964 erstmals unterrichtete und seine pädagogische Laufbahn begann.

Eine alte Landkarte, auf der Kassel noch mit „C“ geschrieben wurde, ist vorn neben dem Lehrerpult und der Tafel aufgestellt. In drei Abteilungen werden die Lernschritte vom Schreiben, Lesen und Rechnen dargestellt und mit früherem Unterrichtsmaterial dokumentiert.

Auch die späteren technischen Mittel, wie Dia- und Filmprojektoren sowie Radios sind zu sehen. Ein Holzmodell für Zuckertüten, die früher die älteren Schüler für die Schulanfänger gefertigt haben, ist zu sehen oder auch ein Holzschulranzen, der von einem Schulkind aus Knickhagen stammt.

Bilddokumente aus allen früheren Schulen der Fuldataler Ortsteile werden ebenso gezeigt, wie die schulische Entwicklung in den früheren Dörfern. So gab es Anfang des 19. Jahrhunderts in Rothwesten noch keine feste Schulstelle, sie wurde erst 1851 geschaffen. Vorher wurde in verschiedenen Räumen unterrichtet. Deshalb hatte die Gemeinde eine transportable Toilette beschafft. Ihre Geschichte wird gesondert dargestellt und das Toilettenhäuschen wurde in kleinem Maßstab von Willy Pötter nachgebaut.

Auch an die „Schulspeisung“ haben die Museumsleute gedacht und bieten in einem anderen Raum während der Ausstellung etwas zur Stärkung der Besucher an.

Wer an der Eröffnung nicht teilnehmen kann, hat noch einmal am Sonntag, 4. Dezember, von 15 bis 18 Uhr Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Für Schulklassen und anderen Gruppen können in der Zeit vom 21. November bis 3. Dezember besondere Besuchstermine vereinbart werden.

Kontakt: Volker Luckhard, Telefon 05 61/81 76 48 oder Eberhardt Molkenthin, Telefon 05 61/81 15 35.

Von Klaus Hobein

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