Sanierung, Abriss, Neubau

In Vollmarshausen werden vier Millionen Euro investiert

Lohfelden. Viele Kinder der Grundschule Vollmarshausen haben Erfahrung mit Baustellen: Erst vor gut zwei Jahren ist der neue Klassentrakt mit Verwaltungsräumen fertig geworden. Dieses Jahr werden Baufahrzeuge und Handwerker zum Baustellen-Marathon anrücken.

Mit einem Kostenaufwand von geschätzten vier Millionen Euro werden zwei weitere Schulgebäude saniert und zum Finale, voraussichtlich übernächstes Jahr, der marode 120 Jahre Altbau der Schule abgerissen. Bis 2016 sollen dann alle – derzeit 231 – Schüler in modernen Klassen- und Betreuungszimmern untergebracht sein.

Schon diesen Monat werden laut Schulleiterin Brigitte Bergmann Klassen aus einem der zur Sanierung anstehenden Gebäude in den Altbau von 1893 umziehen müssen, später dient auch das benachbarte Jugendzentrum als Ausweichquartier. „Wir rücken eng zusammen“, sagte sie. Auf Fachräume werde man für eine Weile verzichten müssen. Die zwei Gebäude aus den 60er- und 70er-Jahren am Rande des Schulhofs müssen nach Angaben von Landrat Uwe Schmidt „total entkernt“ werden.

Sie erhalten neue Dächer, Fenster, Decken und Böden. Ein Verbindungstrakt wird abgerissen, wo bisher Toiletten und ein Teil des Horts untergebracht sind. Stattdessen soll ein Mehrzweckgebäude mit Mensa und weiteren Klassenzimmern errichtet werden.

Allein der erste Bauabschnitt, die Sanierung der beiden Häuser, wird 1,4 Millionen Euro kosten, die sich Gemeinde Lohfelden und Landkreis teilen. Die Kommune ist mit im Boot, weil es auch um die gemeindliche Hortbetreuung geht, die auf dem Schulgelände zusammengefasst wird. Man habe sich deshalb frühzeitig miteinander abgestimmt, sagten Bürgermeister Michael Reuter und Landrat Schmidt.

Das millionenschwere Sanierungs- und Umbauprojekt macht aus Sicht der beiden Kommunalpolitiker aus drei Gründen Sinn: Die Gemeinde erwarte schon wegen des Neubaugebiets am Lindenberg steigende Schülerzahlen, sagte Reuter. Außerdem können dadurch die bisher örtlich verstreuten, unterschiedlichen Betreuungsformen und Nachmittagsangebote räumlich zusammengefasst werden.

Unter der Regie des Arbeiter-Samariter-Bundes gibt es dann eine erweiterte Betreuung bis 16 Uhr. 75 Eltern hätten schon Interesse daran angemeldet, berichtete Bergmann. Außerdem schaffe die Neuordnung und Modernisierung die besten Voraussetzungen für einen pädagogisch hochwertigen Ganztagsschulbetrieb. Die erste Etappe dorthin hat die Schule bereits bewältigt.

Von Peter Dilling

Fotos: Das verändert sich an der Grundschule

Die Arbeiten an der Grundschule Vollmarshausen  gehen weiter

Rubriklistenbild: © Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.