Kreis investiert 550.000 Euro

Für Schulen: Kreis Kassel investiert 550.000 Euro in Farbkopierer

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Muss sich mit ihrem Pin einloggen: Martina Schmalz, Sekretärin der Gesamtschule Fuldatal, lobt die gute Menüführung des neuen Kopierers.

Fuldatal. Über eine halbe Million, genau 550.000 Euro, investiert der Landkreis Kassel in leistungsfähige Kopierer. 79 Geräte wurden jetzt für die 73 Schulen des Kreises gemietet.

Je nach Schulgröße unterschiedliche Modelle. Der Leasingvertrag läuft laut Kreissprecher Harald Kühlborn über fünf Jahre und beinhaltet über die gesamte Laufzeit Service und Verbrauchsmaterial.

Vertragspartner ist die Kasseler Firma Küpper Bürotechnik. Diese habe sich bei europaweiter Ausschreibung gegen sechs Konkurrenten durchgesetzt. Bei der Auswahl habe auch die Erreichbarkeit der Schulen durch den Anbieter eine Rolle gespielt, sagt Kühlborn. Zwischenzeitlich wurde aus Kostengründen sogar eine Vertragslaufzeit von sieben Jahren erwogen. Der erhoffte Spareffekt trat aber nicht ein. „Das hat sich nicht gerechnet“, sagt der Kreissprecher.

Fünf Millionen Kopien

Der betont, dass trotz neuer Medien die Investition in Kopierer Sinn mache. Denn gedrucktes Unterrichtsmaterial spiele immer noch eine wichtige Rolle. Im Schnitt werden an den Schulen pro Jahr rund fünf Millionen Kopien erstellt.

Einer der modernen Farbkopierer steht in der Gesamtschule Fuldatal. Schulleiterin Christine Saure bekräftigt die Aussage Kühlborns. Für den Unterricht könne sich der Lehrer nicht allein auf Schulbücher verlassen. Das Material müsse auf Schüler zugeschnitten werden mit mehr und weniger schwierigen Aufgaben. In der Gesellschaftslehre gelte Aktualitätsbezug, da werde zum Beispiel aus der HNA kopiert. Und auch wer altbekannten Lernstoff wie das Mittelalter spannend machen wolle, brauche den Kopierer.

Wie auch die Verwaltung. „Wir müssen sehr viel archivieren, da kann man sich nicht nur auf digitale Speicherung verlassen“, sagt die Schulleiterin. Die ist froh über das neue Gerät, musste beim Vorgängermodell doch zuletzt sehr häufig der Service gerufen werden. Nach fünf Jahren sei ein Kopierer einem Auto mit weit über 100.000 Kilometern Laufleistung vergleichbar und oft defekt.

Die neue Generation biete viele Vorteile, könne mit 3000 statt bisher 500 Blatt Papier bestückt werden, sagt Saure. Das Gerät sei schneller, könne beidseitig drucken, Blätter lochen und zusammentackern. Und es kopiert farbig. Saure: „Viele Präsentationen sind in Schwarz-Weiß oft nicht richtig zu erkennen.“

"Kein wahlloses Kopieren"

Das Gerät wird über einen Pin aktiviert. Jeder Nutzer, ob Lehrer, Sekretärin oder Hausmeister, hat einen mit einem eigenen Kopien-Kontingent. Daher sei „kein wahlloses Kopieren möglich. Wir wollen sparsam mit Ressourcen umgehen.“

Auch ist der Kopierer mit allen Computern der Schule vernetzt. Das spare, sagt Kühlborn. Denn eine Farbseite aus dem Computerdrucker koste zehn Cent, vom neuen Farbkopierer ausgeworfen lediglich 2,9 Cent.

Von Michael Schräer

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