Beate Arend ist neue Leiterin der Grundschule Sandershausen

Schulentwicklung braucht Geduld

Kinder sollen sich hier wohlfühlen: Beate Arend führt seit einer Woche die Grundschule in Sandershausen. Foto: Dilling

Niestetal. Schule ist im Umbruch und Aufbruch. Projektarbeit und selbstverantwortliches Lernen sind gefragt. Die Qualität des Unterrichts soll besser werden. Auf Rektoren kommen anspruchsvolle Aufgaben und konzeptionelle Herausforderungen zu.

Beate Arend, seit gut einer Woche neue Leiterin der Grundschule Sandershausen ist dafür gut gewappnet: Die 41-Jährige kennt sowohl die Praxis des Unterrichts als auch die Forschungsarbeit für das theoretische Rüstzeug, das für pädagogische Erfolge nötig ist.

Mutter zweier Söhne

Die gebürtige Nordhäuserin, die in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) aufgewachsen ist, hat in Halle ihr Referendariat absolviert und dann fünf Jahre in Mittelhessen als Grundschullehrerin Mathematik und Religion unterrichtet. Seit 2001 hat die Mutter zweier schulpflichtiger Söhne zehn Jahre als pädagogische Mitarbeiterin der Universität Kassel gearbeitet und Lehramts-Studierende mit ausgebildet.

Gutes Klima ist wichtig

In der Regenbogenschule in Lohfelden, wo Arend mit ihrer Familie heute noch wohnt, baute sie eine Lernwerkstatt für Naturphänomene auf, die dort inzwischen zu einer festen Einrichtung im Schulalltag geworden und Vorbild für weitere Projekte geworden ist. Kinder sollen neugierig sein, Fragen stellen und den Antworten selbst auf die Spur kommen. Das ist ein Ziel ihrer pädagogischen Arbeit.

Dafür sieht Arend die Grundschule Sandershausen gut aufgestellt. „Das Zirkusprojekt, das hier auf die Beine gestellt wurde, finde ich schon enorm“, sagt die neue Schulleiterin. Das gleiche gelte für die Lesewettbewerbe. Darauf will sie aufbauen und das Profil der Schule schärfen. Das gehe aber nicht von heute auf morgen. „Schulentwicklung braucht Geduld. Die bringe ich mit“, sagt Arend, die sich mit Yoga und Jogging fit hält und beim Malen entspannt.

Selbstständiges Lernen, Teamarbeit des Kollegiums, die Einbindung gesundheitlich gehandicapter Schüler und die Qualitätsüberprüfung des Unterrichts: Das sei alles wichtig, aber nur umzusetzen, wenn alle Beteiligten auf diesem Weg mitziehen und von ihm überzeugt werden. Ein gutes Klima an der Schule sei dafür Voraussetzung. „Nur Kinder, die sich wohlfühlen, haben Spaß am Lernen“, sagt Arend. (pdi)

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