40 Jahre Ahnatal-Schule Vellmar – 600 Ehemalige kamen zum großen Wiedersehensfest

Wiedersehen nach 30 Jahren: Angelika Bornmann-Eckert und Eva Lassak.

Vellmar. Es dauert eine ganze Weile, bis im Klassenraum der Ahnatal-Schule Vellmar endlich Ruhe einkehrt. In der Klasse wird geplaudert, gelacht oder in den Taschen gekramt. Nicht alle haben einen Platz gefunden, lautstarkes Stühle-rücken setzt ein.

Einige bleiben unentschlossen in der Tür stehen und lassen sich von den Nachfolgenden in den Raum schieben. Das Szenario erinnert an den normalen Schulalltag. Der Eindruck täuscht. Die muntere Schar, die sich am Freitagabend im Raum mit der Nummer 14 einfand, hat die Schulzeit schon seit knapp 40 Jahren hinter sich.

Die Schüler des ersten Abschlussjahrgangs waren wie weitere 600 ehemalige Schüler der einstigen Gesamtschule Ahnatal (GSA) zum Ehemaligen-Treff anlässlich des 40-jährigen Bestehens in die Ahnatal-Schule Vellmar gekommen. „Auf dieses Treffen habe ich mich schon lange gefreut“, sagte Prof. Dr. Hermann Heußner. An seine Schulzeit auf der damaligen Baustelle erinnert sich Heußner gern. „Wir gelangten nur über Bohlen ins Schulgelände, die Bauarbeiten waren noch nicht vollständig abgeschlossen. Es gibt aber auch viele schöne Erinnerungen, die an solch einen Tag aufkommen“, so der 51-Jährige aus Osnabrück.

Und zudem zahlreiche lustige Anekdoten. Vom Mitschüler, der im Mülleimer versteckt wurde und dessen Hand plötzlich wie aus dem Nichts auftauchte. Oder der eifrig lesenden Schülerin, deren Lektüre im Deutschunterricht einkassiert wurde. „Es handelte sich nämlich um die Bravo“, erinnerte sich Angelika Bornmann-Eckert lachend.

Unterhaltsames steuerte auch Wolfgang Heinemann bei. Der ehemalige Lehrer erwies sich als wandelndes Anekdoten-Archiv. Mit zahlreichen Geschichten aus dem Lehreralltag sorgte er für Heiterkeitsausbrüche. Lustig ging es auch in der Schulzeit von Freya Marawski zu. „Wir haben einfach die Tür zum Klassenzimmer tapeziert, weil wir keine Lust auf Unterricht hatten.“

„Eine schöne Zeit“

Wehmütige Erinnerungen an ihre Schulzeit wurden bei Jennifer Krause und Silke Rockensüß wach, als sie die Fotogalerie im Atrium betrachteten. „Es war eine richtig schöne Zeit. Wir sind gern hierhergekommen“, betonten die Schülerinnen des Jahrgangs 1996. Begeistert vom Ehemaligen-Treff zeigten sich auch Manuel Schaumburg, Gerrit Fleck und Marian Klanke. „Das Ende unserer Schulzeit ist zwar nicht so lange her, aber es hat sich hier viel getan. Anfangs waren wir leicht desorientiert, weil alles neu ist“, so das Trio des Abschlussjahrgangs 2003. „Toll, dass wir auf diese Weise die Gelegenheit haben, den Umbau zu begutachten und gleichzeitig Freunde von damals wiederzusehen.“

Wiedersehensfreude pur gab es bei Angelika Bornmann-Eckert und Eva Lassek. „Wir haben uns seit 30 Jahren nicht mehr gesehen, waren uns aber gleich wieder vertraut“, sagen die ehemaligen Freundinnen. „Wir freuen uns schon auf das nächste Ehemaligentreffen.“

Von Martina Sommerlade

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