1. Große Karnevalsgesellschaft Lohfelden – Abfallunternehmer Andreas Fehr mit Hessenschild ausgezeichnet

Schunkeln zum Müllwerkerlied

„Lohfelden aleu“: Sitzungspräsident Frank Altrogge (rechts) moderierte die Prunk- und Galasitzung souverän. Mit auf der Bühne im Bürgerhaus steht Funkenmariechen Lisa Wenzel.

Lohfelden. „Fair im Sport und fair im Leben“, dieser Grundsatz und seine Heimat Lohfelden seien ihm sehr wichtig, sagte Andreas Fehr (43). Am Samstag ist der dem örtlichen Sportverein und der Narrenschar in besonderem Maße verbundene Unternehmer mit dem Hessenschild der 1. Großen Karnevalsgesellschaft ausgezeichnet worden. Die Ehrung war der Höhepunkt einer farbenprächtigen Prunk- und Galasitzung, zu der mehr als 250 Besucher und zahlreiche Ehrengäste ins Bürgerhaus gekommen waren.

Karl-Heinz Faulstich stieg in der Arbeitskleidung eines Müllmanns in die Bütt, um das Leben und die Verdienste von Andreas Fehr in Versform zu beschreiben. „Der träumt von schwarz, grün, braunen Tonnen“, frozzelte der Altmeister des karnevalistischen Humors mit einem Augenzwinkern über die beruflichen Aufgaben des Entsorgungsunternehmers. Der neue Hessenschildträger engagiere sich vorbildlich in Gremien der Wirtschaft, Wissenschaft und der evangelischen Kirche, sagte Karl-Heinz Faulstich weiter. Andreas Fehr stimmte nach dem „Ritterschlag“ durch Sitzungspräsident Frank Altrogge und Ordenskanzler Bürgermeister Michael Reuter mit dem Veteranen-Trio in das eigens für diesen Anlass kreierte „Müllwerkerlied“ ein.

Die Prunksitzung hatte mit dem Einmarsch der Gruppen und der Prinzenpaare begonnen. Prinz Uli I. vom Loh gab eine Kostprobe seiner Witze, die auch für Sendungen des Hessenfernsehens am 13. und 14. Februar aufgezeichnet worden sind.

Was wäre eine Karnevalssitzung ohne Büttenredner? Lohfeldens jüngster Spaßmacher, der erst elf Jahre alte Alexander Schölch, lästerte frech über seinen Vater, der „eigentlich nie was vom Karneval wissen wollte, aber jetzt einen Ministerposten im Elferrat innehat“. Theresa Altrogge und Tatjana Leutebrand droschen als „Tratschende Nachbarinnen“ mit witzigen Vergleichen kräftig auf die Männer ein. Viel Applaus gab es für die beiden Funkenmariechen, die Loh-Flöhe und die überwiegend mit Kindern und Jugendlichen besetzten Tanzgarden. Für den musikalischen Höhepunkt sorgten Manni Schmelz und die drei nordhessischen Tenöre. Mit einer außergewöhnlichen Büttenrede von Heidi Slowek und weiteren Schautänzen ging das mehr als vierstündige Programm zu Ende.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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