Sabine Scherer ist neue Leiterin des Jugendamtes beim Landkreis Kassel – Job als große Herausforderung

Schutz der Jüngsten ist ihr wichtig

Hier geht’s lang: Die neue Jugendamtsleiterin Sabine Scherer im Kreishaus. Foto: Sommerlade

Kreis Kassel. „Das Jahr 2011 ist für mich das ultimative Jahr der positiven Veränderungen“, sagt Sabine Scherer strahlend. Die 45-Jährige meint damit sowohl den Wandel im privaten als auch im beruflichen Bereich. Zum einen wird die Mutter einer 15-jährigen Tochter demnächst heiraten, zum anderen hat sie seit Anfang Juli die Leitung des Jugendamts des Landkreises Kassel übernommen.

„Es ist gut, wenn es gelingt, Sachliches in den Vordergrund zu stellen.“

Sabine Scherer

„Das ist eine schöne, große und angenehme Herausforderung“, sagt die Diplom-Verwaltungswirtin. In der Jugendhilfelandschaft fühlt sich die Nachfolgerin von Käthe Heinrich sehr wohl. „Hier kann man viel gestalten und weiter entwickeln“, ist sie sich sicher. Bei den begrenzten finanziellen Mitteln gleiche dies aber mitunter der Quadratur des Kreises. Dennoch, für ihr neues Aufgabengebiet hat sie bereits viele neue Ideen im Kopf.

Schwerpunkte will die Wolfhagenerin vor allem im Bereich Kinderschutz und im Umgang mit der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen setzen. „Wichtig ist mir allerdings bei allen Überlegungen, das Wohl der Kinder in den Vordergrund zu stellen.“

Schon sehr früh war für Sabine Scherer klar, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Mit Menschen zu kommunizieren, sich deren Problemen anzunehmen und gemeinsam nach Hilfestellungen zu suchen, das war in den verschiedenen Stationen ihres beruflichen Werdegangs stets ein wichtiges Anliegen. Ob in ihrer Zeit in der Jugendhilfe des Landeswohlfahrtsverbands Hessen, der überörtlichen Jugendhilfe des Landesjugendamtes Hessen, der Jugendhilfe des Regierungspräsidiums Kassel oder während ihrer Dienstzeit beim hessischen Sozialministerium mit Sitz in Kassel - in jeder Phase ihrer Karriere hat sie stets über das nötige Einfühlungsvermögen verfügt, um schwierige Situationen zu einem guten Ende zu bringen.

Offenheit zu bewahren, um dann aus professioneller Distanz das Richtige zu tun, ist auch die Maxime für das neue Aufgabengebiet der frisch gebackenen Jugendamtsleiterin.

„Die Thematik ist hier teilweise hochemotional“, sagt sie. „Es ist gut, wenn es gelingt, Sachliches in den Vordergrund zu stellen.“

Auch privat bringt Sabine Scherer gern Dinge voran. So war sie lange Jahre in der Feuerwehr Wolfhagen aktiv, engagiert sich in der knapp bemessenen Freizeit zudem kommunalpolitisch und fährt leidenschaftlich gern Motorrad.

Von Martina Sommerlade

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