Stadt Kassel muss 1,6 Mio. Euro überweisen

Schwarze Zahlen in Lohfelden

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden schreibt wieder schwarze Zahlen: Durch eine zunächst nicht erwartete Beteiligung an den Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Kassel schließt der Nachtragshaushalt mit einem Überschuss von 142 000 Euro ab. Damit konnte das im ursprünglichen Etat ausgewiesene Haushaltsdefizit von fast 1,1 Million Euro für dieses Jahr vermieden werden.

Bei „ausgiebigen Prüfungen“ des Gemeindekämmerers Jochem Wenigmann sei herausgekommen, dass die Stadt Kassel noch einmal 1,6 Millionen an Lohfelden abführen müsse, sagte Bürgermeister Michael Reuter in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Erst 1976 im Staatsanzeiger

Bisher war man in beiden Rathäusern davon ausgegangen, dass der auf 35 Jahre abgeschlossene Vertrag 2010 ausläuft. Wenigmann fand jedoch heraus, dass die wegen der gewerblichen Entwicklungsinteressen der Stadt vereinbarten Grenzänderungen erst im Januar 1976 im Staatsanzeiger des Landes Hessen veröffentlicht wurden.

Damit muss die Stadt Kassel in diesem Jahr noch einmal wie vereinbart 25 Prozent der Gewerbesteuer bezahlen.

Die Gemeinde Lohfelden hatte 1976 etliche an Waldau angrenzende Grundstücke an die Stadt Kassel abgegeben und in das interkommunale Gewerbegebiet Waldau-Ost eingebracht; dort hat sich unter anderem Ikea angesiedelt. (ppw/hog)

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