Regionalreform: Grüne kritisieren Bouffier

„Schwarzes Diktat aus Wiesbaden“

Kreis Kassel. „Statt der nordhessischen Region die historische Chance auf eine Zukunftsperspektive zu gewähren, beweist Volker Bouffier Politik nach Gutsherrenart und setzt sich dabei an die Spitze der CDU-Verweigererbewegung, welche permanent eine Regionalreform zu sabotieren sucht.“ Mit diesen Worten kritisieren die Kreis-Grünen den Ministerpräsidenten.

Eine Region mache nur Sinn, wenn alle Menschen in Nordhessen und auch in Ostwestfalen und Südniedersachsen davon profitierten, meinen die Kreisvorsitzenden Bärbel Maxisch und Thomas Ackermann. „Aber man muss auch endlich einmal beginnen und das funktioniert sinnvollerweise nur in Stadt und Landkreis Kassel.“

Ministerpräsident Bouffier zeige durch seine Haltung, wie egal ihm die zukünftige Entwicklung von Nordhessen sei. Um den demografischen Wandel zu bewältigen, brauche es weder Flughäfen, noch Nordspangen, noch gigantische Tourismusprojekte in der Weser- und Diemelregion. Benötigt würden eine gerechte Verteilung der Erträge und Aufwendungen durch einen Regionalkreis. Allein müssten die Kommunen der Region bald um das nackte Überleben kämpfen.

„Während Grüne, SPD und FDP hier gemeinsam in Stadt und Land an einem Strang gezogen haben, macht die CDU auf Spielverderber! Und der Landeschef sanktioniert jetzt noch dieses infantile Machtspielchen“, meint Maxisch. Sollte die Landesregierung weiter den Prozess hindern, scheuten sich die Grünen nicht, eine Regionalreform durch eine Volksabstimmung durchzusetzen. (mic)

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