Beim Diakoniekonzert gab es Mundart von Pfarrer Dieter Otto und den Betzelfrauen

Schweineborsten auf der Zunge

Tief im Hessenland: Von den vier Baunataler Betzelfrauen Emmi Krug (von links), Hildegund Röll, Margita Möller und Doris Freitag gab es jede Menge hessische Volkslieder. Foto: T. Hartung

baunatal. „Schworte ins Mull - dann wörschte groß und stark, sagte meine Großmutter immer“, erzählte Dieter Otto. Auf Hochdeutsch heißt das: Schwarte in den Mund, dann wirst du groß und stark.

Otto ist Mundartpfarrer und erzählte in der Guntershäuser Kirche beim Benefizkonzert zu Gunsten der Diakonie eine Menge Anekdoten aus „ahlen Zitten“ (alten Zeiten), höbschen Määren (hübschen Mädchen) und dem damaligen Essen wie „Soppe (Suppe), Pannkuchen (Pfannkuchen) und Klößebrühe“.

Anschaulich berichtete er, wie groß sein Ekel war, als er die Schweineborsten auf der Zunge spürte. Die etwa 120 Gäste in dem Gotteshaus waren begeistert und konnten herzlich über die Geschichten von früher lachen. „Ich erkenne genau meine Jugendzeit wieder“, sagte Hannelore Werner aus Guntershausen. Es gefalle ihr sehr, wie er über seine Erinnerungen berichtet. Im zweiten Teil wurde es musikalisch.

Die vier Baunataler Betzelfrauen Hildegund Röll, Margita Möller, Doris Freitag und Emmi Krug gaben hessische Volkslieder wie „Tief im Hessenland“ zum Besten. Außerdem nahmen die vier Damen auch lästige Frauen und ihre Kleiderprobleme auf die Schippe. Unterstützt wurden die Betzelfrauen von Helmut Krug.

Klaus Röll (Klavier) und Heiner Kunze (Waldhorn) begleiteten die Gruppe musikalisch. Das Motto des Konzerts war übrigens „Hirre krichsde dinn Fedd“ (Heute kriegst du dein Fett). Passend dazu gab es in der Pause für die Gäste Fettenbrote und Gurken.

Von Tina Hartung

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