Arbeiten an der BMX-Rennstrecke des Rad Sport Clubs gehen voran

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Schwebt ein: Mit einem Autokran wird ein zusammengeklappter Container an seine Position neben das Startgatter befördert. Der Container enthält später die Steuerung des Startgatters und den Kompressor für die Druckluft.

Ahnatal. Die Arbeiten an der BMX-Rennstrecke des Rad Sport Clubs (RSC) Ahnatal schreiten voran. Im ersten Bauabschnitt des Jahres wird in diesen Tagen die Startanlage errichtet, wie Carsten Rövenstrunk, BMX-Fachwart im RSC, erklärt.

Vom Starthügel werden später bis zu acht Rennfahrer auf die 370 Meter lange Bahn gehen. Der professionelle Streckenbauer Tom Ritzenthaler aus den USA hatte im vergangenen Herbst unter anderem die Erdform des Hügels am Beginn der Strecke vorbereitet. Und drei verschiedene Neigungswinkel in den Hang modelliert, sagt Rövenstrunk.

Dies mache die weiteren Arbeiten etwas kompliziert, daher habe man hierfür mit dem Bauunternehmen Siebeneicher aus Beverungen eine Fachfirma beauftragt. Die legte Drainage und Elektroleitungen, brachte 200 Tonnen Kies auf, um dann Kantensteine zu setzten und auf 250 Quadratmetern Pflastersteine zu verlegen.

Bauarbeiter Klaus Robrecht (vorn, von links), Carsten Rövenstrunk vom RSC und Klaus Siebeneicher, Bauunternehmer aus Beverungen, sind zufrieden mit dem Baufortschritt.

Außerdem gossen die Mitarbeiter der Firma am Fuß des Starthügels ein massives Betonfundament, um den entstehenden Druck durch das Gefälle aufzufangen. Auf dem Starthügel wurden drei weitere Fundamente erstellt, die ein Dach tragen sollen. Für einen besonderen Arbeitsgang rückte ein 80-Tonnen-Autokran an, den die Firma Fabian aus Breuna zur Verfügung stellte. An den Haken kam ein acht Tonnen schwerer, acht Meter langer, jeweils 70 Zentimeter hoher und breiter Kasten aus Beton: das Startgatter.

In der Spezialanfertigung aus den Niederlanden sei bereits alles Notwendige integriert, sagt Rövenstrunk. Dazu gehören das Sicherheitsgatter aus Edelstahl sowie die Leitungen, um es per Computersteuerung und Druckluft zu bedienen. Wann das Gatter in den Betonkasten fällt, wird den Rennfahrern mittels Countdown akustisch mit Piepton und optisch mit einer Ampel angezeigt.

Außerdem hob der Kran noch einen zusammengeklappten Container an seine Position neben das Startgatter. In diesem Container werden laut BMX-Fachwart die Steuerung des Gatters und der Kompressor für die Druckluft untergebracht. Beide Startkomponenten in die Strecke einzubauen, sei einer Motormontage beim Auto vergleichbar, „ist wie eine Hochzeit“, meint Rövenstrunk.

Nachdem diese vollzogen ist, soll weiter an der Strecke gebaut werden. Nächste Woche wird Tom Ritzenthaler in Ahnatal erwartet.

RSC verfolgt die Pläne seit 2009

Im Herbst 2009 präsentierte der RSC Ahnatal seine Pläne für eine BMX-Wettkampfstrecke. Seit 2008 ist der Sprint auf den kleinen Rädern olympisch.

Im März 2010 erteilte der Landkreis Kassel die Baugenehmigung für die 370 Meter lange Strecke mit einem fünf Meter hohen Starthügel, vier Geraden mit Hindernissen, die mit überhöhten Kurven verbunden sind. Das 15.000 Quadratmeter große Gelände an der Rasenallee stellte die Gemeinde zur Verfügung. In diesem Sommer könnte die für internationale Wettbewerbe ausgelegte Rennstrecke fertig sein. Sie ist die einzige ihrer Art im Umkreis von 200 Kilometern.

Der RSC kalkuliert mit 95.000 Euro an Herstellungskosten, ist aber auf die Unterstützung durch Sponsoren und die Hilfe vieler Freiwilliger angewiesen. (mic)

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