Übung in Rothwesten

Schweres Gerät: So schneidet die Feuerwehr ein Unfallauto auf

Fuldatal. „Verkehrsunfall auf der B3“ könnte der Funkspruch heißen, wenn ein Ernstfall eintritt. Um für eine Notsituation gut gerüstet zu sein, hatte die Freiwillige Feuerwehr Rothwesten jetzt eine Übung auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage organisiert.

Das Szenario: Blauer Himmel, die ersten warmen Temperaturen - das Wetter könnte nicht besser sein für die erste Übung der Feuerwehr nach der langen Winterpause. Plötzlich taucht Blaulicht in einiger Entfernung auf und die Einsatzkräfte aus Rothwesten rücken mit Löschfahrzeugen und einem Manschaftstransportwagen an.

Unfallopfer eingeklemmt

Einsatzleiter Dirk Blankenberg erkundet zuerst die Lage am Unfallort und erteilt seinem Zug den Einsatzbefehl. Priorität dabei hat die Menschenrettung. Sofort wird eine Betreuungsperson an die Seite des im Wagen eingeklemmten Unfallopfers gestellt, um das Ausmaß der Verletzungen festzustellen. Feuerwehrfrau Daniela Seeger weicht dem Patienten nicht mehr von der Seite. Zum einen, um ihm die Angst zu nehmen, zum anderen, um ihn zu schützen.

Die Fahrertür ist verbeult und lässt sich nicht öffnen. Seeger gelingt es, durch eine der Hintertüren auf die Sitzbank zu klettern und den Patienten mit Helm und Gehörschutz zu versorgen. Zusätzlich wird eine Plexiglasplatte über das Opfer gehalten damit es zu keinen weiteren Verletzungen kommt, wenn die übrigen Mitglieder der Feuerwehr versuchen, sich Zugang zum Innenraum des Fahrzeuges zu verschaffen.

Andere Einsatzkräfte bilden einen Zweifachschutz durch Wasser und Schaum und gewähren so die Sicherstellung des Brandschutzes. Mit hydraulischem Rettungsgerät versucht Achim Haupt gemeinsam mit seinem Kollegen Janek Polikowski, die Tür vom Wagen zu entfernen. Eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit. Denn auch mit Hydraulik-Unterstützung kostet das die Feuerwehrmänner viel Kraft.

Dann ist die Tür ab. Doch damit nicht genug: Der Notarzt beschließt wegen der Rückenverletzungen, das Unfallopfer über das Dach aus dem Auto zu befreien. Das muss daher auch entfernt werden. Peter Boland und Kerstin Vollmer lösen die beiden Kameraden ab.

Gemeinsam schaffen sie es nach wenigen Minuten, das Dach abzuheben, so dass ein Zugang zum Unfallopfer geschaffen werden kann. Vorsichtig wird es auf die Trage gezogen und der Obhut des Notarztes übergeben.

Währenddessen sorgt ein Teil der Feuerwehrmänner für die Absicherung der eigenen Einsatzkräfte gegen den laufenden Straßenverkehr oder andere mögliche Gefahren.

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