In Söhre angekommen

Schwertransport auf A7: Teile für Mega-Windräder gebracht

Söhrewald/Fuldabrück/Lohfelden. Jetzt geht es rund am Warpel: Die ersten Bauteile der fünf 200 Meter hohen Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel sind am späten Mittwochabend auf drei Tiefladern im Wald angeliefert worden.

Der Schwertransport mit einem Maschinenhaus, Getriebe und einer Nabe für den neuen Windpark war am Montag in Rostock gestartet. An der Waldeinfahrt am Kiliansblick wurde der Transport spektakulär gestoppt, weil die Räder einer Zugmaschine am Berg durchdrehten. Erst im zweiten Anlauf gelang es dem dänischen Lkw-Fahrer, sein 119 Tonnen schweres Gespann bis zur Baustelle zu bringen.

Vorher mussten die Fahrer ihr ganzes Können aufbringen, um die schwer beladenen Aufleger rückwärts wieder auf die Bundesstraße zu lenken. Die Maschinenteile haben eine weite und lange Reise hinter sich. Der Hersteller Vestas produziert im dänischen Ringköping. Von dort ging der Transport auf der Straße nach Apenrade und dann mit dem Schiff auf der Ostsee bis nach Rostock. Wegen Brückenproblemen an der A 7 führte der Weg über Potsdam und Leipzig bis nach Drammetal und Lohfelden.

„Ich darf maximal 60 Stundenkilometer fahren, auf Brücken oder durch Unterführungen manchmal nur 5 km/h“, sagte der gut Deutsch sprechende dänische Lkw-Fahrer Karsten Godiksen (57) der HNA. In den nächsten Nächten werden mit Schwertransporten aus Dänemark auch Turmteile und Flügel für den Windpark am Warpel angeliefert.

Werke-Sprecher Ingo Pijanka bestätigte, dass mit der Montage der Anlagen umgehend begonnen werden soll. „Bis Ende des Jahres soll alles stehen“, sagte der Pressesprecher. An der Baustelle wird auch ein Schwerlastkran mit einer Auslegung von 150 Metern erwartet, der die schweren Mast- und Maschinenbauteile für die fünf Windkraftanlagen nach oben hieven soll. Der Windpark kommt mit zwei weiteren Windrädern in Sandershausen auf eine Nennleistung von 21 Megawatt, um bis zu 17 000 Haushalte in Kassel mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen.

Am Nachmittag zog der Schwertransport mit den riesigen Bauteilen für die Windräder auf dem Autobahnparkplatz viele Blicke auf sich.

„Wenn die 56 Meter langen Flügel kommen, wird die Logistik noch komplizierter“, sagte Dieter Oesterling. Der 67-jährige Elektromeister aus Kassel begleitet die Entstehung des Windparks mit großem Interesse. Er sei oft an der Baustelle gewesen, um die Anlegung der Fundamente und Zufahrten zu beobachten.

Schwertransporter bringen riesige Teile für Windräder

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