Vereinsmeisterschaften der DLRG Vellmar fanden trotz Grippeausfällen statt

Schwimmen um Pokale

Begehrte Pokale: Florian Maskow und Alina Leck waren ehrenamtliche Helfer bei den Vellmarer DLRG Vereinsmeisterschaften und präsentieren die Pokale, um die Jungen und Mädchen in sechs Altersklassen getrennt gekämpft haben.

Vellmar. Viele freiwillige und ehrenamtliche Stunden absolvieren die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe im Vellmarer Frei- und Hallenbad. Im Gegenzug dürfen sie das Hallenbad einmal im Jahr ganz für sich in Anspruch nehmen.

Dann tragen die Mitglieder ihre Vereinsmeisterschaften aus und das Bad bleibt für andere Badegäste gesperrt. „Leider haben wir in diesem Jahr zahlreiche Ausfälle durch Erkältungs- und Grippeerkrankungen“, sagt Martin Dietel, technischer Leiter der Ortsgruppe Vellmar. Er sitzt in der gläsernen Schwimmmeisterkabine und ruft über Lautsprecher die einzelnen Teilnehmer der Vereinsmeisterschaften zu ihren jeweiligen Startbahnen.

Insgesamt 45 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis etwa 20 Jahren schwimmen in sechs Altersklassen auf vier Bahnen in verschiedenen Disziplinen um die begehrten Pokale.

Während draußen Schnee fiel und das Thermometer Minus drei Grad anzeigte, wartet Joshua Gogol ungeduldig auf seinen ersten Start. Der Siebenjährige wohnt in Baunatal, ist Mitglied der DLRG Vellmar und jüngster Teilnehmer des Wettkampfes. Vier Tage in der Woche trainiert er und ist sicher, dass er der schnellste Schwimmer seiner Altersgruppe ist.

Das musste er allerdings im 28 Grad warmen Wasser des Vellmarer Hallenbades noch beweisen. Dann wurde sein Name aufgerufen. Am Startblock der Bahn 1 musste er sich einfinden, wo 50 Meter Brustschwimmen vor ihm lagen. Nervosität machte sich breit, doch der Siebenjährige wirkte ruhig und konzentriert.

Startsignal ertönt

Dann ertönt das Startsignal. Joshua ließ keinen Zweifel daran, dass er gewinnen wollte. Lautstarke Unterstützung erhielt er dabei von Vater Christian, der ihn vom Beckenrand aus anfeuerte. Diesen Durchgang gewann er, doch am Ende reichte es nicht für einen Pokal.

Dagegen war Lisa Silldorf fast schon ein alter Hase. Die 17-Jährige war noch etwas außer Atem. Gerade hat sie 50 Meter Freistil geschwommen und über die Hälfte der Distanz eine etwa 75 Kilogramm schwere Puppe mitgezogen. „Schwimmen ist seit sechs Jahren meine große Leidenschaft“, bestätigt die Schülerin. Nervosität kennt sie längst nicht mehr und Trainer Stefan Kind beschreibt sie als ein „hoffnungsvolles Nachwuchstalent“, von dem man bestimmt noch hören werde.„Wenn sie erst im Wasser ist, ist sie auch schon weg“, bestätigt der Trainer. Zahlreiche Pokale hat sie schon gewonnen und auch bei diesen Vereinsmeisterschaften hatte sie gute Chancen. Am Ende bestätigte sich ihre gute Form und mit einem hervorragenden Ergebnis gewann sie den Wettbewerb in ihrer Altersgruppe. „Lisa hat großes Talent und wird im nächsten Jahr bei den Hessischen Meisterschaften starten“, freute sich der Trainer über seine erfolgreiche Schwimmerin.

Von Werner Brandau

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