Gewerbegebiet bei Elgershausen entwickelt sich – Bürgermeisterin hofft auf Engagement von Volkswagen

Sechs Flächen sind jetzt weg

Zufrieden nach dem Umzug: Firmenchef Mike Riehl (links) und Mitarbeiter Gianni Mantel fühlen sich im Elgershäuser Gewerbegebiet wohl. Fotos: Kühling

Schauenburg. Drei weitere Grundstücke hat die Gemeinde Schauenburg in den vergangenen Monaten im Gewerbegebiet Hilschen bei Elgershausen verkauft. Unter anderem wollen sich die Kfz-Werkstatt Quandt aus Baunatal (Hauptsitz bleibt in Kirchbauna) und das Elgershäuser Bauunternehmen Otto Schnittger jetzt dort ansiedeln. Laut Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) belegen diese beiden Firmen zusammen ein Areal von rund 7150 Quadratmetern. Insgesamt sind sechs Flächen von dem 7,5 Hektar großen Gebiet inzwischen weg.

Erster Käufer in dem seit sechs Jahren bestehenden Gewerbegebiet war im Jahr 2010 die Palms Entertainment GmbH Guxhagen als Betreiber einer Spielhalle. Die Ansiedlung des Automatencenters auf einer 2500 Quadratmeter großen Fläche sorgte in der Gemeinde für Diskussionsstoff. Kritiker befürchteten, dass die Spielhalle für nächtlichen Lärm verantwortlich sein und möglicherweise Kriminalität anziehen könnte.

Als weitere Investoren kamen danach die Elgershäuser Firma Reifen-Riehl und ein Händler für gebrauchte Baufahrzeuge aus der Region dazu. Der Betrieb bei der Reifenfirma läuft nun bereits seit über einem Jahr.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Firmenchef Mike Riehl. Die Firma, die früher versteckt in Hinterhöfen von Elgershausen untergebracht war, werde jetzt viel mehr von Kunden gesehen. „Wir haben dadurch wesentlich mehr Kundschaft aus Baunatal“, sagt Riehl. Das führe sogar dazu, dass er während der Saison teilweise an der Kapazitätsgrenze arbeite.

Das bisher letzte Grundstück wurde laut Bürgermeisterin in der vergangenen Woche verkauft. Was der Investor allerdings dort ansiedeln werde, wollte die Gemeinde bislang noch nicht verraten. Die verkaufte Fläche ist 1200 Quadratmeter groß.

Die restlichen vier Hektar, die im Gewerbegebiet Hilschen noch frei bleiben, würde die Bürgermeisterin gerne in einem Rutsch abgeben – beispielsweise an Volkswagen oder einen Zulieferer des Autobauers. „Es sind immer mal wieder Anfragen für Hallen von 25 000 Quadratmeter“, sagt die Rathauschefin. „Wir hoffen, dass wir da jemanden bekommen. Dafür war das Gewerbegebiet ursprünglich auch gedacht.“

Auch Firmenchef Mike Riehl hat noch einen Wunsch für die weitere Entwicklung des Gewerbeareals: Die Straße aus dem Gebiet über den Kreisel bis zur Altenritter Straße müsste ausgebaut werden. „Dann müssen die Kunden und wir nicht ständig durch den Ort fahren.“ KOMMENTAR

Von Sven Kühling

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