Teilnehmerzahl enttäuschte

Drachenbootrennen in Vellmar: Kurioser Wettbewerb im Schwimmerbecken

Vellmar/Fuldatal/Ahnatal. Humor haben sie ja, die acht Mutigen aus der Kostümabteilung des Kasseler Staatstheaters. „Wir lassen die Kunst nicht untergehen“, steht auf ihren eigens für den Drachenboot-Wettbewerb angefertigten T-Shirts.

Aber haben die Frauen und Männer aus dem Theater, die sonst meist nichts schwereres als Nadel und Faden halten, auch genügend Kraft?

Antwort: Die Kraft hat am Samstagnachmittag im Vellmarer Hallenbad immerhin ausgereicht, um im Wettkampf der sechs Kasseler Drachenbootteams nicht unterzugehen beziehungsweise zu kentern. Tapfer, wenn auch oft vergeblich, kämpften sie mit ihren Stechpaddeln gegen ihre im selben Langboot ihnen gegenübersitzenden erfahrenen Gegner an, die in die entgegengesetzte Richtung paddelten. Gewissermaßen Tauziehen im Wasser.

Der vom Casseler Schwimmverein (CSK 98) erstmals veranstaltete Indoor-Drachenboot-Wettkampf geriet zur Riesengaudi, den sich allerdings viele Drachenbootfreunde entgehen ließen. Nur sechs Teams aus Vereinen und Betrieben kamen. Organisator Marc Helbing hatte deutlich mehr erwartet. Dabei hatte Helbing von den Kasselfornia Dragons (CSK 98) noch Glück, dass Vellmar ein Herz für Drachenboot-Sportler hat. Die Stadt Kassel habe beim Wunsch nach dem Hallenbad Süd abgewinkt, weil es dort schon zu viele Veranstaltungen gebe, berichtet Helbing.

Fotos: Indoor-Drachenboot-Cup Nordhessen in Vellmar

Indoor-Drachenboot-Cup Nordhessen in Vellmar

Bei den spannenden Wettkämpfen, bei dem das bessere Team das Boot trotz der Anstrengung der ihnen gegenübersitzenden Gegner über eine Zielmarke bugsieren musste, brodelte das Wasser im Schwimmerbecken des Vellmarer Bades wie bei einem Seebeben. Besonders wenn ganz starke Männer und Frauen gegeneinander antraten. Dazu gehörte das Traxx-Team des Lokomotivenbauer Bombardier und vor allem die muskelbepackten Athleten der Kasseler Crossfit-Schmiede. Paddeln im Schwimmbecken, das sei viel anstrengender als bei einem regulären Rennen auf der Fulda, sagte Marc Erdmann vom Traxx-Team: „Ein stehendes Gewässer ist gemein. Du bekommst keinen Vortrieb. Das ist wie Spaten in die Erde stechen.“

Laut Helbing wird es auf jeden Fall eine Neuauflage des Indoor-Wettkampfs geben. Er soll den Drachenbootsportlern helfen, neue Aktive zu gewinnen. (pdi)

Info: www.csk98.de

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