In Vellmar steht das Projekt Schülerpatenschaften in den Startlöchern – Erwachsene betreuen Jugendliche

Seine Lebenserfahrungen weitergeben

Wollen das Projekt Schülerpatenschaften ins Rollen bringen (von links): Ingrid Franke, Evi Guder, Dirk Dittmar und Norbert Golenia. Foto: S. Dilling

Vellmar. Die eigenen Lebenserfahrungen weitergeben. Jungen Leuten den Übergang von Schule zu Beruf erleichtern. Das ist der Gedanke hinter dem Projekt „Schülerpatenschaften“ in Vellmar, das gerade anläuft. Initiatoren sind das Diakonische Werk und das Aktionsbüro Vellmar mit der Unterstützung der Sozialpädagogen der Ahnatal- Schule.

Freiwillige, egal ob Berufstätige oder Rentner, sind nun gefragt. Sie sollen Haupt- und Realschülern, die eine helfende Hand gebrauchen können, in allen schulischen Belangen zur Seite stehen. Über mehrere Jahre hinweg sollen die Kinder und Jugendlichen einen Ansprechpartner bekommen. Ab welchem Schuljahr die Schülerpatenschaften als kostenloses Angebot gelten sollen, sei noch unklar, erklären Evi Guder und Ingrid Franke. Die ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Aktionsbüros sind zur Zeit, zusammen mit ihren Kollegen, damit beschäftigt, dem Projekt den letzten Schliff zu verpassen. Dabei arbeiten sie eng mit dem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Diakonischen Werks, Norbert Golenia, zusammen. Er wird die Arbeit der freiwilligen Schülerpaten koordinieren. Er wiederum arbeitet eng mit der Ahnatal- Schule zusammen.

Mit dem Berufseinstiegsbegleiter Dirk Dittmar und der Sozialpädagogin Michaela Blattert will er Schüler der Ahnatal-Schule und Schülerpaten zusammenbringen. Den Pädagogen sei es besonders wichtig, dass den Schülern frühzeitig geholfen wird. Nach dem Schulabschluss sei das viel schwerer.

Schüler zu finden, die Interesse an dem Projekt haben, sei nicht das Problem, erklärt Dittmar. Zunächst müssten jedoch engagierte Mitbürger gefunden werden, die Schulpaten werden möchten, erklärt Projektkoordinator Golenia.

Doch warum sollte man eigentlich freiwillig arbeiten, ohne Geld dabei zu verdienen? Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Aktionsbüros in Vellmar, Evi Guder und Ingrid Franke, ist es keine Frage des Geldes. „Es macht einfach Spaß, mit Menschen zu tun zu haben“, erklärt Guder. Besonders für Rentner sei es schön, die eigenen Erfahrungen weitergeben zu können, erklärt Franke. Mit der ehrenamtlichen Arbeit könne man aktiv bleiben. Darüber hinaus könne man selbst bestimmen, wann und wie viel man arbeitet. Besonders befriedigend sei es, wenn man sich in der eigenen Gemeinde engagiere, erklärt Guder.

Von Sebastian Dilling

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