Fuldabrücker Kindertanzformation „Die Pinguine“ feiert an diesem Wochenende runden Geburtstag

Seit 30 Jahren auf Erfolgskurs

Spaß an Bewegung: Die ganz Kleinen üben mit Freude den Pinguintanz. Foto: Büntig

Fuldabrück. Der zweieinhalbjährige Tristan versucht konzentriert, den Pinguintanz mitzumachen und orientiert sich dabei an den etwas Älteren. Marianne Cristian kennt sie alle und oft auch die Eltern, die als Kinder bei ihr selbst ihre ersten Tanzschritte gelernt haben.

Begonnen hat die lange Tradition der Kindertanzgruppe „Die Pinguine“ bereits im Jahr 1969, als Marianne Cristian Lehrerin an der Hermann-Schafft-Schule in Fuldabrück wurde. Da damals noch bis Klasse 9 unterrichtet wurde, lag der Schwerpunkt vor allem bei Tänzen für Jugendliche, die Tanzabende wurden gern besucht.

Es folgten Folkloretänze, in Originaltrachten nahmen die Schüler an vielen Umzügen teil. Mit den lateinamerikanischen Tänzen begann 1982 ein bis heute andauernder Erfolgskurs.

Die Kindertanzgruppe kooperierte mit dem Rot-Weiß-Club Kassel und professionelle Trainer ergänzten die Ausbildung der jungen Talente.

Ihren Namen fanden die Pinguine nach einem aufgeführten Pinguintanz, bis heute ist das Pinguin-Maskottchen bei allen Turnieren und Auftritten dabei.

Als erste deutsche Kinderformation im Lateintanz blieb die aus zwei kompletten Parallelklassen entstandene 16-Paare-Formation über zehn Jahre zusammen und gewann zahlreiche Titel bis zum Sieger Regional-Liga-Süd.

Nun kamen auch Standardtänze dazu, einige Paare waren erfolgreich in kombinierten Standard-Latein-Turnieren und stiegen in den Bundeskader auf.

Schüler tanzen kostenfrei

Besonderheiten wie der Auftritt zweier gegengleich tanzender Formationen gibt es viele zu nennen. Ein großer Vorteil war und ist die große Anzahl an Tänzern. Die Schüler tanzen in der Schule unter Anleitung von Marianne Cristian, ihrem Team sowie hochkarätigen Trainern des Rot-Weiß-Clubs bis zum letzten Jahr kostenfrei.

Dabei wird auch deutlich, worin der Schwerpunkt liegt: „Das Wichtigste ist nicht, Talente zu finden und zu fördern, auch wenn wir damit viel Anerkennung gewinnen“, erklärt Marianne Cristian. „Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich zur Musik zu bewegen und Freude daran zu haben. Das Tanzen ist eine ganzheitliche Sportart, die zudem die Kameradschaft fördert und das Selbstbewusstsein stärkt.“ Das alles geht nur mit viel Unterstützung, immerhin gibt es inzwischen 1300 Pinguine; daraus sind 346 Turniertänzer, zahlreiche Profitänzer und Tanzlehrer hervorgegangen.

30. Geburtstag

Am Samstag, 31. August, feiern die Pinguine mit einem großen Ball im Bürgerhaus Kupferkanne in Fuldabrück ihren 30. Geburtstag. Die Gäste der ausverkauften Veranstaltung dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Abend mit vielen tollen Showeinlagen freuen. (pbü)

HINTERGRUND

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