Jacob Horn (94) trat als Jugendlicher in die TSG Dittershausen ein – Schon vor dem 2. Weltkrieg geturnt

Seit 80 Jahren Mitglied im Sportverein

Ehrenteller: Jacob Horn zeigt stolz den Ehrenteller, den er vor zehn Jahren für seine 70-jährige Mitgliedschaft von der TSG überreicht bekam. Foto: Büntig

Fuldabrück. Was für eine Zeitspanne: Vor 80 Jahren ist Jacob Horn in die TSG Dittershausen eingetreten und ist noch heute Mitglied. Mit seinem 80-jährigen Jubiläum am heutigen 1. April ist der 94-Jährige Fuldabrücks ältestes TSG-Mitglied. Geboren wurde Jacob Horn in Dittershausen, und in seinem Geburtshaus lebt er auch jetzt noch im Kreis seiner Familie.

Die Schule beendete er 1931, eine Schreinerlehre schloss sich an. Er heiratete Katharina, nach einem Jahr wurde Tochter Gisela geboren, nach drei Jahren kam Tochter Ingrid zur Welt.

Dem Arbeitsdienst folgten 1938 die Militärzeit, Krieg und Gefangenschaft in Belgien. Erst 1947 kehrte er nach Hause zurück und machte sich Anfang 1951 mit der Schreinerei selbstständig.

„Wir hatten immer gut zu tun, an den meisten Gemeindehäusern in der Umgebung haben wir mitgearbeitet”, berichtet Horn vom täglichen Geschäft.

Bei Versammlungen dabei

Vor dem Krieg hatte er im Sportverein geturnt, nach seiner Heimkehr nahm ihn der Beruf so in Anspruch, dass für sportliche Aktivitäten keine Zeit mehr blieb. Der TSG blieb er trotzdem treu. Kaum ein Fest, bei dem Jacob Horn nicht dabei war und irgendwie mithalf.

„Bei den Versammlungen war ich eigentlich immer, um auf dem Laufenden zu sein”, sagt der Rentner. Beruflich trat Tochter Ingrid in die Fußstapfen des Vaters und lernte ebenfalls den Schreinerberuf. Schwiegersohn Horst schulte vom Schlosser zum Schreiner um und übernahm 1980 die Schreinerei. Inzwischen leitet Sohn Jörg den Familienbetrieb.

Wenn auch nicht mehr jeden Tag bis in die späte Nacht, so fand man Jacob Horn doch bis zum 75. Lebensjahr am ehesten neben dem Wohnhaus in der Werkstatt. Zu tun gab es dort immer etwas, und die Hilfe des erfahrenen Schreiners wurde gern in Anspruch genommen.

Damit ist es zwar jetzt vorbei, aber dadurch bleibt auch Zeit für Frau und Familie, Spaziergänge zur Fulda oder zum Sportplatz, um dem Urenkel beim Handballspiel zuzusehen. (pbü)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.