Sechs Vorstandsmitglieder und Ehemalige der Ihringshäuser Schützen wurden geehrt

Seit 100 Jahren wird geschossen

Das sind die Geehrten: (von links) Hermann Frodl, Bruno Schade, Wolfgang Noderer, Manfred Fahlbusch, Dittmar Arend und Sebastian Krug. Foto: S. Dilling

Fuldatal. Das 100-jährige Bestehen ihres Vereins haben die Ihringshäuser Schützen zum Anlass genommen, altgediente Mitglieder und Ehemalige zu ehren.

Vor 180 Besuchern aus den zehn Schützenvereinen des Kreises Nord hat der Vorsitzende Sebastian Krug zusammen mit der Kreissportleiterin Angelika Putlitz fünf Schützen auf die Bühne gerufen, die sich im Verein verdient gemacht haben.

Für ihre langjährige Tätigkeit wurden der Schriftsetzer Dittmar Arendt, der ehemalige Kassierer Bruno Schade, Schießmeister Wolfgang Noderer und der zweite Vorsitzende Manfred Fahlbusch mit dem großen hessichen Ehrenabzeichen in Bronze ausgezeichnet. Das große Ehrenabzeichen in Silber verlieh Putlitz an Hermann Frodl. Bevor Sebastian Krug übernahm, war Frodl bis 2010 erster Vorsitzender. Aktiv im Vorstand war er bereits seit 1980.

Nicht auf dem Programm stand die Ehrung Sebastian Krugs. Überraschend wendete sich Kreissportleiterin Putlitz gegen Ende der Ehrungen jedoch an den momentanen Vorsitzenden. Er erhielt das hessische Ehrenabzeichen in Silber.

Auch war das Fest im Ihringshäuser Bürgersaal ein guter Anlass, um den Verein in einen historischen Kontext zu setzen. „Wir sind momentan wirklich sehr gut aufgestellt“, sagte der Vorsitzende Sebastian Krug, während die Band „Die Gelstertaler“ das Fest musikalisch begleitete. „Sehr viele junge Schützen kommen nach.“ Dass es dem Verein nicht an Nachwuchs fehle, sei natürlich erst mal gut. Es ergäben sich dabei aber auch Schwierigkeiten. „Es ist sehr schwer, die altgedienten Schützen und den Nachwuchs unter einen Hut zu bringen.“

Früher habe man neben dem Schießsport oft noch zusammengesessen, Karten gespielt und einen geselligen Abend verbracht. Dafür seien viele junge Mitglieder nicht zu begeistern.

„Die jungen Mitglieder fühlen sich oftmals nicht so sehr dem Verein verbunden.“ Um dieser Schere zwischen Jung und Alt entgegenzuwirken, schaue man im Verein heute auch mal zusammen eine DVD. So könne man die jungen Schützen, die laut Krug heute unabhängiger und freier sein wollten, besser in den Verein integrieren.

Von Sebastian Dilling

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