Vizelandrätin: Abfallgebühren im Landkreis günstiger

Selbert: CDU nennt falsche Zahlen

Kreis Kassel. „Die seit Jahren verfolgte Strategie der CDU-Kreistagsfraktion, die Leistungen des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Landkreis Kassel in Misskredit zu bringen, ist erneut gescheitert“, kommentiert Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD) die jüngsten Äußerungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Arno Meißner.

Selbert: „Herr Meißner arbeitet mit falschen Zahlen, wenn er nachweisen will, dass die Abfallgebühren im Landkreis Höxter und im Landkreis Göttingen niedriger sind als im Landkreis Kassel.“ Meißner hatte behauptet, dass die Gebühr für eine 240-Liter-Abfalltonne im Landkreis Kassel 601,20 Euro im Jahr beträgt, während für die gleiche Leistung im Landkreis Höxter nur 288 Euro im Jahr anfallen.

Der Vergleich mit dem Landkreis Höxter hinke gewaltig, meint Selbert. Meißner verschweige, dass die 240-Liter-Tonne im Landkreis Höxter nur alle vier Wochen geleert werde, während dies im Landkreis Kassel alle zwei Wochen der Fall ist.

Außerdem sei nur eine Leerung der Papiertonne im Abholungszeitraum in Höxter kostenfrei – im Landkreis Kassel gelte diese Einschränkung nicht. Der Landkreis Höxter berechne im übrigen nicht nur für den angefangenen Kubikmeter Sperrmüll mit 15 Euro (im Kreis Kassel kostenfrei), sondern auch 12,50 Euro pro abgeholtes Elektrokleingerät (im Kkreis Kassel kostenfrei). Auch Gebühren für den Behältertausch seien im Landkreis Höxter zusätzlich zu zahlen.

„Nimmt man an, dass auch im Landkreis Höxter eine 240-Liter-Tonne 14-tägig abgeholt wird und dass zwei Kubikmeter Sperrmüll und ein Elektrogerät im Jahr anfallen, dann zahlt der Bürger in Höxter 633,70 Euro im Jahr und damit 32,50 Euro mehr als im Landkreis Kassel“, rechnet die Vizelandrätin vor.

Auch im Vergleich zu dem von Meißner als Beweis angeführten Landkreis Göttingen schneide der Landkreis Kassel gut ab. „Die Göttinger haben eine besondere Gebührenstruktur, da sie zusätzlich zu den Abholungsgebühren eine Haushaltsgebühr und eine Behältergebühr erheben“, berichtet die Vizelandrätin. Nehme man die vorherrschende 80-Liter-Tonne als Vergleichsmaßstab, zahle eine vierköpfige Familie, die ihre Tonne im 14-tägigen Rhythmus leeren lässt, inklusive Bioabfall 220 Euro im Jahr. Selbert: „Im Landkreis Kassel kostet das vergleichbare Produkt 200,40 Euro.“ (veg)

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