„Obere Zehntausend“ nicht Gäste des Kreises

Selbert weist Kritik zurück

Susanne Selbert

Kreis Kassel. Die Vizelandrätin des Kreises Kassel, Susanne Selbert (SPD), hat den in der Öffentlichkeit entstandenen Eindruck zurückgewiesen, die Freizeiteinrichtungen des Landkreises würden von Gutverdienern genutzt. „Jeder, der einmal in den Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises zu Gast war, weiß, dass es sich bei den Gästen nicht um die Oberen Zehntausend der Region handelt, sondern um Menschen, die die Komfortnachteile einer Gemeinschaftseinrichtung in Kauf nehmen, da sie sich einen anderen Urlaub nicht leisten können“, meint Susanne Selbert.

„Wir wissen sehr gut, welche Gäste wir im Haus Panorama und auf Sylt haben“, sagt die Vizelandrätin weiter. Der Kreis führe aber keine Statistik, ob es sich um Hartz-IV-Empfänger, Aufstocker, Rentner, die Grundsicherung erhalten, oder Familien mit geringem Einkommen handele.

Die Forderung des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke (CDU), für die Einrichtungen kostendeckende Preise zu erheben, laufe angesichts des Besucherkreises ins Leere. „Damit machen wir die Freizeiten für Grundschüler in der Jugendburg Sensenstein zunichte und einen Besuch im Tierpark Sababurg für Familien unbezahlbar“, sagte Selbert weiter. Dies widerspreche dem sozialen Auftrag, den der Landkreis mit seinen Freizeiteinrichtungen erfülle. (hog) Archivfoto: Schindler

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