Fest für das ganze Dorf: Erntedank im Heiligenröder Pfarrgarten

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Muskelkraft in den Armen ist hier gefragt: Sabrina (8, links) und Zoe (12, rechts) schütteln Sahne so lange, bis sie zu Butter wird. Anika (12, hinten rechts), hält eine Probe in der Hand. Carmen Speck-Kleer (mit Äpfeln) gehörte zu den Helfern des Festes.

Niestetal. Ein Griff ins Regal und an der Kasse zahlen – Lebensmittel kann man im Markt bequem und schnell bekommen. Wie schwer es ist, diese herzustellen, erlebten Kinder beim Erntedankfest im Pfarrgarten der evangelischen Kirche Heiligenrode an der Saftpresse.

Frischer Saft aus den Äpfeln des Pfarrgartens war nur eine der Attraktionen. „Es ist ein Fest für das ganze Dorf und alle Generationen“, sagte Pfarrerin Frauke Leonhäuser.

Die Erde ist Gottes bunter Garten, der die Menschen mit reichlichen Früchten versorgt – das war das Thema des Erntedankgottesdienstes. Beim anschließenden Fest ging es darum, dass die Besucher ein Gefühl dafür bekamen, wie viel Arbeit und Sorgfalt nötig ist, um gesunde Nahrung herzustellen. Darüber klärte beispielsweise der Ortsbauernverband auf, der einen Erntewagen aufstellte. Eine Reihe von Gemeindemitgliedern bot Erzeugnisse aus dem eigenen Garten an. Selbstgebackenen Kuchen gab es natürlich auch und viele Gelegenheiten zu netten Gesprächen. Der Chor „Sound of Joy“ sorgte am Nachmittag dafür, dass sich die Kirche erneut füllte.

Die Konfirmanden der Gemeinde verkauften 80 Brote für einen guten Zweck. Die hatten sie zuvor in der Bäckerei Silber in der Backstube selbst mitgebacken. Die Aktion war Bestandteil der landesweiten Initiative „5000 Brote – Kinder backen Brot für die Welt“, die ein Bildungsprojekt in der südamerikanischen Stadt Bogotá unterstützt.

Sogar einen Streichelzoo gab es während des Erntedankfests im Pfarrgarten. Landwirt Dirk Löwer hatte seine Ziegen und Schafe mitgebracht, die die Kinder eifrig fütterten und anfassen durften. Auch Kaninchen durften gestreichelt werden.

Bilder vom Fest

Kirchenfest und Erntedankfest in Heiligenrode

Pfarrerin Leonhäuser freute sich über das „super Engagement“ der freiwilligen Helfer. Die hätten Sonntagmorgen ab acht Uhr mit dem Aufbau der Stände begonnen, berichtete sie. (pdi)

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