Ein großer Wasservogel hielt sich drei Tage am Löschteich des Forstbetriebes Klahold auf

Seltener Gast: Ein Löffler in Fuldatal

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In seinem Element: Der Löffler am Löschteich auf dem Gelände der Familie Klahold in Fuldatal.

Fuldatal / Vellmar. Da staunte Familie Klahold nicht schlecht. Vor wenigen Tagen besuchte sie auf ihrem Privatgrundstück ein für unsere Region äußerst seltener Großvogel: ein Löffler.

Dessen typisches Erkennungsmerkmal ist der lange, löffelartige Schnabel mit gelber Spitze. Dieser Vogel ähnelt von der Form her einem Weißstorch.

Drei Tage hielt sich der Löffler an dem vor vier Jahren künstlich angelegten Teich auf dem Grundstück der naturverbundenen Familie auf. Das Gelände befindet sich zwischen dem Vellmarer Stadtteil Frommershausen und dem Fuldataler Ortsteil Simmershausen in der Nähe der Grillhütte Frommershausen.

Löschwasser-Reservoir

Der Teich ist ein Löschwasser-Reservoir, das für den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb angelegt werden musste. Längst ist das Wasser aber zu einer Oase für freilebende Tiere geworden. Nutzer des Teichs sind auch die Schafe, die aus eigener Zucht der Familie Klahold stammen und den Löschteich täglich mehrfach als Tränkstätte nutzen.

Das Wasser-Reservoir hat eine Größe von 40 mal 25 Meter und eine beachtliche Tiefe von drei Metern. Es befindet sich 80 Meter vom Wohnhaus der Familie entfernt.

Den jungen Löffler konnte man von dort aus – allerdings nur mit einem Fernglas – gut beobachten. Geschickt ließ das Tier den Kopf seitlich hin und her pendeln, um mit den Löffeln am Vorderschnabel an der Wasseroberfläche vorwiegend Kaulquappen, Fische, Krebstiere und Wasserinsekten einzufangen. Ab und zu flog er hoch über das Gebiet und kam in regelmäßigen Abständen wieder herunter.

Jungtier

Eindeutig handelte es sich um einen Jungvogel, da dieser farblich noch nicht so weit entwickelt war wie ein älteres Tier. Beim Jungvogel fehlen der Schopf, das gelbe Brustband und der gelbe Kinnfleck.

Seit etwa zwei Jahren siedelt in der Teichanlage der Familie Klahold ein Nilgans-Pärchen. Dies ließ sich von dem Besuch nicht stören und duldete seinerseits den seltenen Gast.

Von Karl-Heinz Germandi

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