Seltenes Haareis in der Söhre

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Bei einer Wanderung in der Söhre hat unser Leser Werner Meier dieses seltsame Gebilde entdeckt. Dabei handelt es sich um sogenanntes Haareis oder Eiswolle.

Die Temperatur lag an diesem Tag bei minus einem Grad, hinzu kam hohe Luftfeuchtigkeit und stellenweise Raureif. Das Eis ist zart, weich wie Haar und wird in die Hand genommen sanft zu Wasser. Es besteht aus feinen Eisnadeln, die sich auf morschem und feuchtem Totholz unter bestimmten Bedingungen bilden.

Wie solche Strukturen entstehen, ist noch rätselhaft. Das Haareis bildet sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, wenn das Wasser im Holz noch nicht gefroren ist. Günstig für dessen Bildung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Meteorologe Alfred Wegener vermutete bereits 1918, dass ein schimmelartiger Pilz das Haareis entstehen lässt. Inwieweit wirklich ein Pilz bei der Bildung eine Rolle spielt, ist noch nicht geklärt. (nit)

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