Entgelt steigt um insgesamt 5,6 Prozent

VW-Werker erhalten ab September mehr Geld

Baunatal / Wolfsburg. Die 16.000 Beschäftigten des VW-Werks Kassel in Baunatal und des Originalteile Centers bekommen insgesamt 5,6 Prozent mehr Geld. In der Nacht zum Dienstag einigten sich die Gewerkschaft IG Metall und Europas größter Autobauer auf den Haustarifvertrag.

Dieser gilt für 102 000 Beschäftigte an sechs westdeutschen Standorten und bei der VW-Bank – die IG Metall baute die Möglichkeit für einen Nachschlag ein.

Ab September steigen Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent, und ab dem 1. Juli 2014 gibt es auf diese Summe weitere 2,2 Prozent. Ein Rechenbeispiel: Ein Maschinenbediener verdient bei VW rund 3000 Euro brutto im Monat und damit etwa 100 Euro mehr als sein Kollege im Flächentarif. Der neue VW-Abschluss bringt ihm in der ersten Stufe 102 und in der zweiten Stufe rund 68 Euro mehr im Monat.

Mit der Erhöhung um insgesamt 5,6 Prozent und 20 Monaten Laufzeit übernimmt VW im Kern den Flächentarif der Metaller. Das Sahnehäubchen für die Beschäftigten: Zum Ausgleich für die Nullmonate Juli und August zahlt der Konzern 300 Euro in die betriebliche Altersvorsorge ein, Teilzeitbeschäftigte bekommen weniger. Den Rentenzuschuss können sich die Mitarbeiter auch auszahlen lassen. Allerdings gibt es dann wegen einer anderen Besteuerung nur 275 Euro, die auch Leiharbeiter der Wolfsburg AG und der Autovision erhalten. Hat sich die wirtschaftliche Lage 2014 gebessert, steht ein weiterer Rentenbaustein zur Diskussion.

Auch VW spürt die Absatzkrise in Europa. Für Personalvorstand Horst Neumann ist der Abschluss an der Grenzen dessen, was die Situation zulasse. Doch „VW ist in der Pole-Position“, sagt Ulrike Jakob, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werks Kassel und Mitglied der IG-Metall-Verhandlungskommission: „In Anbetracht der Rahmenbedingungen ist der Abschluss akzeptabel.“

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Rubriklistenbild: © dpa

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