Björn Sänger bleibt FDP-Chef im Landkreis – Ex-Minister Rentsch: A 44 darf nicht auf B7-Trasse verlaufen

FDP setzt auf Koalition mit Bürgern

Die FDP Kassel-Land hat einen neuen Vorstand: Conny Heusing (von links), Heike Giede-Jeppe, Helmut von Zech, Björn Sänger und Sven Makoschey gehören der Führung an. Mit auf dem Bild ist der Vorsitzende der Landtagsfraktion und frühere Wirtschafts- und Verkehrsminister Florian Rentsch (Zweiter von rechts). Foto: Wohlgehagen

Söhrewald. Björn Sänger (Ahnatal, 37) bleibt für zwei Jahre Vorsitzender der FDP Kassel-Land. Die Mitglieder bestätigten den frisch gebackenen Chef der Kreistagsfraktion in Söhrewald-Wellerode mit 28 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Nein-Stimme im Amt.

Sänger führt die Landkreis-Liberalen seit 2006, von 2009 bis 2013 hatte er ein Bundestagsmandat inne. Heike Giede-Jeppe (Grebenstein), Conny Heusing (Söhre-Kaufunger Wald) und Sven Makoschey (Ahnatal) wurden als Stellvertreter gewählt. Neuer Schatzmeister ist Helmut von Zech (Zierenberg).

Die Partei gab sich trotz ihres Misserfolgs bei den Bundestags- und Landtagswahlen vom September selbstbewusst und optimistisch: In Berlin fehle die FDP, das könne man vor allem im Hinblick auf den wirtschaftlichen Sachverstand mit den Händen greifen, sagte der neue Vorsitzende. Der nächste Schritt in Hessen sei die Kommunalwahl 2016. Björn Sänger forderte dazu auf, den Bürger hierbei als Koalitionspartner mitzunehmen: Wenn jeder „sein Pfund“ einsetze, werde es gelingen, dass wieder Vertrauen der Menschen in die Konzepte der FDP aufkomme, sagte der Kreischef der Partei. Klaus-Dieter Sänger, der sein Mandat im Kreistag in jüngere Hände gelegt hat, berichtete über die von allen Parteien mitgetragene Initiative der FDP-Fraktion für die Wiedereinführung von Zwergschulen in der Region Kassel.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Florian Rentsch sprach sich gegen eine Führung der A 44 auf der jetzigen B 7-Trasse aus. Das sei ein Widerspruch zwischen Naturschutz und Anwohner-Interessen.

Wer diese Trasse bevorzuge, räume den Menschen an der Autobahn keinen hohen Stellenwert ein, sagte der aus Kaufungen stammende frühere hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister.

Kritik an Schulpolitik

Kritik übte Rentsch auch an den schulpolitischen Plänen der neuen schwarz-grünen Landesregierung: Dieser Weg zurück zu G 9 werde an hessischen Schulen Unfrieden auslösen, prophezeite der Fraktionsvorsitzende. KOMMENTAR

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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