Söhrewald will Wildwuchs beim Bau von Anlagen verhindern

Ort setzt auf Windkraft

Söhrewald. Die Gemeinde Söhrewald nutzt ihre Planungshoheit, um einem Wildwuchs bei der Aufstellung von Windkraftanlagen auf ihrem Gebiet zu verhindern.

Weg zur Nutzung frei

Das Gemeindeparlament stimmte jetzt einer Änderung des Flächennutzungsplans zu, die den Weg für Vorranggebiete zur Windenenergienutzung freimacht.

Der mit großer Mehrheit gefasste Beschluss ist eine Reaktion auf den Wegfall der Steuerungswirkung für Windkraftanlagen im Regionalplan. Im nächsten Schritt wird die Gemeindeverwaltung dann im September die Öffentlichkeit, die beteiligten Behörden und die Träger der öffentlichen Belange über das für die gesamte Gemeinde zu erstellende Windenergiekonzept informieren.

Jürgen Langhuth (FDP) kritisierte die Änderung der Flächennutzung. Er habe sich schon gegen die Pläne der Städtischen Werke ausgesprochen und sei grundsätzlich gegen Windkraft in Naherholungsgebieten.

Der Gemeindevertreter warnte außerdem vor „90 Meter hohen Freilandtrassen“ für den Transport des Stroms.

Standorte beeinflussen

Ralf Eberlein (SPD) unterstützte den eingeschlagenen Weg. Die Gemeinde habe keine andere Möglichkeit, die Standorte zusätzlicher Windkraftanlagen zu beeinflussen.

In Söhrewald gibt es bei Wattenbach bereits fünf Windkraftanlagen. Am Warpel wollen die Städtischen Werke einen weiteren Windpark errichten. (ppw)

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