Stimmen zur Bürgermeisterwahl in Helsa: SPD mit Ergebnis zufrieden, Grüne Liste äußert sich kritisch

CDU setzt auf Zusammenarbeit

Für weitere sechs Jahre im Amt: Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (49, SPD) freut sich mit Lebensgefährtin Anke Block (48) über seine Wiederwahl. Foto: Schindler

Helsa. Die Helsaer haben entschieden, Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) soll die Geschicke der Gemeinde für weitere sechs Jahre lenken. 2036 der 4634 Wahlberechtigten gingen am Sonntag zur Wahl, das sind 43,9 Prozent. 1494 Helsaer (75,9 Prozent) stimmten für den Amtsinhaber, 475 (24,1 Prozent) dagegen.

Für die SPD-Mehrheitsfraktion in der Gemeindevertretung ist dieses Ergebnis „hervorragend“. Nur eine größere Beteiligung an der Bürgermeisterwahl hätte man sich gewünscht, sagte Fraktionsvorsitzender Dirk Schröder gestern der HNA. „Alles über 40 Prozent ist okay, aber 50 Prozent wären schöner gewesen“, meinte er.

Für die nächsten sechs Jahre sieht die SPD vier große Themen für den Bürgermeister, mit dem man im Übrigen gut zusammenarbeite: den Erhalt der B7 als Umleitungsstrecke für die im Bau befindliche A44, die Konsolidierung des Haushalts, um den Schutzschirm des Landes möglichst schnell wieder verlassen zu können, den Erhalt der örtlichen Infrastruktur und die Verhinderung einer Umzingelung der Gemeinde durch Windkraftanlagen.

Für die CDU-Opposition war das Wahlergebnis „so zu erwarten“. Allerdings habe Küthe „relativ viele Gegenstimmen erhalten“, meinte der CDU-Vorsitzende Matthias Anacker zur HNA. Die CDU biete dem alten und neuen Bürgermeister eine konstruktive Zusammenarbeit an, wie man dies etwa bereits beim Schutzschirm praktiziert habe. Für Helsa müsse man jedoch „wesentlich mehr herausholen“ - ein gutes Beispiel sei die Nachbargemeinde Nieste mit der Königsalm. Der Ausbau des Tourismus und die Ansiedlung von Gewerbe seien Themen, um die sich der Bürgermeister verstärkt kümmern müsse.

Kritisch bewertet die Grüne Liste Helsa (GLH) das Wahlergebnis vom Sonntag: „25 Prozent Ablehnung sind ein deutliches Signal, dass viele Bürger mit seiner Politik unzufrieden sind“, sagte GLH-Fraktionsvorsitzende Christa Hollerbach.

Die neue Amtszeit von Tilo Küthe beginnt am 1. November 2014 und dauert bis 31. Oktober 2020.

Von Holger Schindler

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