Auflösung der Inlinehockey-Abteilung im SV Kaufungen 07 noch nicht akut – Arena-Sanierung wird geprüft

Sharks ringen um die Existenz

Nicht bespielbar: Die Sharks-Arena am Sportplatz Hinter den Eichen in Niederkaufungen ist wegen Unfallgefahr gesperrt, obwohl damals 150 000 Euro investiert wurden. Jetzt wird geprüft, ob ein sehr glatter Spezialbeton die Arena wieder nutzbar machen könnte. Scheitert das an den Kosten, wären auch die 150 000 Euro verloren. Foto: Stier

Kaufungen. Das Totenglöckchen für die Inline-Hockey-Abteilung im SV Kaufungen 07 ist ein bisschen zu früh geläutet worden: Weder die Bundesliga-Mannschaft der Sharks noch die beiden Jugendmannschaften stünden akut vor der Auflösung, erklärte SV-Vorsitzender Dr. Manfred Benda auf HNA-Anfrage. Gleichwohl ist die Situation brenzlig, weil es weder eine Spielstätte noch Trainingsmöglichkeiten in Kaufungen gibt und alle sportlichen Aktivitäten nur in Baunatal bei hohen Miet- und Benzinkosten stattfinden können.

Die Zukunft des Inlinehockeys in Kaufungen steht und fällt mit einer funktionstüchtigen Sportstätte. Vor zwei Jahren wurden bereits 150 000 Euro in die Sharks-Arena am Standort „Hinter den Eichen“ in Niederkaufungen investiert. Doch die Platten der unbedachten und damit der Witterung ausgesetzten Spielfläche verzogen sich trotzdem. Wegen zu breiter Fugen und damit verbundener Unfallgefahr wurde die Arena vom Bauamt gesperrt.

Jetzt hat die Gemeinde laut Bürgermeister Arnim Roß (SPD) ein Angebot für eine Spielfläche aus einem ganz neuartigen Spezialbeton angefordert. Dieser Fließbeton soll eine so glatte Oberfläche haben, dass der Puck die erforderliche Gleitgeschwindigkeit erreicht, ein Plattenbelag wäre nicht mehr nötig. Aber erst wenn feststeht, welche Kosten ein solcher Belag verursachen würde, will das Parlament entscheiden.

Der SV 07 würde diese Lösung bevorzugen. Benda: „Sonst wären die 150 000 Euro von vor zwei Jahren ja auch verloren.“ Die Arena könnte bespielt werden, nur bei Regen müssten die Inliner dann noch nach Baunatal ausweichen.

Auch eine zweite Option wird geprüft: Die Vereinssporthalle am Lossetal-Stadion in Oberkaufungen könnte mit einem Plattenbelag ausgestattet werden. Die Fläche wäre zwar viel zu klein für Spiele, aber zumindest die Jugendmannschaften könnten hier trainieren. Für Benda wäre das eine „Minimallösung“, um den Hockeysport in Kaufungen zu erhalten.

Die Inlinehockey-Abteilung werde in etwa vier Wochen zu einer Sitzung zusammenkommen, um die eigene Zukunft zu diskutieren, erläuterte Benda. Sollten sich für Trainings- und Spielbedingungen bis zum Frühjahr nächsten Jahres keine Perspektive ergeben, würden sowohl Bundesliga-Team als auch die gesamte Abteilung über die Auflösung reden müssen. Dann würde das Totenglöckchen für die einst erfolgreichste Abteilung des Kaufunger Sports doch noch läuten.

HINTERGRUND

STICHWORT

Von Thomas Stier

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