Bei der Eröffnung 2003 war es das modernste in ganz Hessen

Zehn Jahre Polizeirevier Nord in Vellmar

Künstlerisch: Bürgermeister Dirk Stochla (v. li.), Polizeihauptkommissar Dieter Rost und Erster Polizeihauptkommissar und Revierleiter Karl-Ludwig Lamp vor dem „Himmelsstürmer“.

Vellmar. Fenster ohne Gitterstäbe, eine Wache ohne Zaun, in das Gebäude integrierte Überwachungsanlagen, schussfestes Sicherheitsglas und ein Umfeld mit viel Grün - als das Vellmarer Polizeirevier Nord im Juni 2003 in Betrieb genommen wurde, galt es als das modernste in ganz Hessen.

„Es präsentiert sich offen und bürgerfreundlich und ist trotzdem sicher“, sagte Erster Polizeihauptkommissar Karl-Ludwig Lamp jetzt während einer Führung durch das Gebäude, das in diesem Jahr zehn Jahre besteht.

Dabei sah es noch zur Jahrtausendwende danach aus, als ob das in die Jahre gekommene und zu klein gewordene Revier abgezogen und in die Kasseler Nordstadt verlegt werden würde. Aber unter Führung des damaligen Bürgermeisters Kurt Stückrath (SPD) gelang es der Stadt Vellmar, die Verantwortlichen von einem Neubau zu überzeugen. Als Bauherr trat die Stadt auf, die das Gebäude langfristig an die Polizei vermietete - auch das war damals ein Novum.

Nach der Grundsteinlegung im Juni 2002 war es dann am 6. September 2003 so weit: Nach zwei Jahren Planung und Bauzeit wurde das neue Revier mit Gesamtkosten von 2,55 Millionen Euro offiziell übergeben. Tausende strömten damals beim Tag der offenen Tür an den Hopfenberg, um das neue Revier mit der Wache als Herzstück in Augenschein zu nehmen. Logische Abläufe und kurze Wege hatten sich die Architekten Martina Mosebach und Lothar Bulle zum Ziel gesetzt, bevor sie den symbolischen Schlüssel an den damaligen hessischen Landespolizeipräsidenten Norbert Nedela überreichten. Vorbei waren die Zeiten, als in der alten Wache noch die „Heizungsrohre unter den Zimmerdecken verliefen“, wie sich Polizeihauptkommissar Ralf Chudy, der damals schon dabei war, erinnert. „Das war für einen normalen Wachbetrieb nicht mehr tragbar.“

Den „hohen Standard, den Vellmar gesetzt hat“, betonte Polizeivizepräsident Bernd Paul. „Da wurde Pionierarbeit geleistet.“ Von den 30 Objekten in Hessen sei das Vellmarer Revier immer noch ein Vorzeigeprojekt. Gute Nachrichten gibt es auch für die Polizeiposten in der Kaulbachstraße und der Holländischen Straße: „Wir suchen für beide Objekte alternative Standorte“, so Paul.

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